Spaniens Premierminister Pedro Sánchez hat nach einem kurzen Besuch in Ceuta angesichts des massiven Migrantenansturms seinen Urlaub auf Lanzarote angetreten. Während Einsatzkräfte in Ceuta noch Leichen aus dem Meer bargen, verabschiedete sich der Sozialist in die Ferien.
Vor allem konservative und rechte Parteien in Spanien üben scharfe Kritik: Sánchez habe nur zwei Stunden im von Migranten überrannten Ceuta verbracht, bevor er mit seiner Familie per Privatflugzeug in die Staatsvilla 'La Mareta' nach Lanzarote weiterreiste.
Wie krone.at berichtet, verbringt Sánchez nun drei Wochen in dem luxuriösen Anwesen mit Pool, Tennisplatz und direktem Meerzugang. Spanische Medien bestätigen übereinstimmend, dass er dort seinen üblichen Sommerurlaub verbringt.
Zusätzliche Kritik erntete Sánchez für einen Instagram-Post, in dem er kurz nach seiner Ankunft im Feriendomizil seine Lieblingsmusik für den Sommer präsentierte – darunter Lieder von Madonna und den Rolling Stones – während in Ceuta noch Migranten an den Stränden schlafen und die Krise andauert.