Sandra Kern: "Mehr Gehalt auch in der Karenzzeit"

Seit 3 Jahren ist Sandra Kern Geschäftsführerin des nö. Arbeiternehmerbundes (NÖAAB). In „Heute" spricht sie über die AK-Wahlen, Kinderbetreuung und Einkommensschere.

Heute": Von 20. März bis 2. April sind in NÖ die Wahlen der AK-Vertreter. Wie wird sich der NÖAAB aufstellen und was ist das Ziel?

Sandra Kern: Wir werden als NÖAAB-FCG antreten, Spitzenkandidat wird Sepp Hager sein. Wir wollen unsere 26 Mandate (von 110) halten.

Heute": Karriere und Beruf – ist dies überhaupt möglich und gibt es genügend Kinderbetreuung?

Kern: Auf Gemeindeebene wird sehr viel getan. Aber betriebliche, gute Kinderbetreuung gibt es nur in sehr großen Firmen.

Heute": Aber Betreuung kostet Geld ...

Kern: Ja, daher gibt es einen Leitfaden des NÖAAB und Förderungen vom Land. Die Vorteile liegen auf der Hand: sinkende Fluktuationsrate, weniger Krankenstände laut Studien, höhere Zufriedenheit, Bindung der Mitarbeiter und verbesserter Wiedereinstieg für Mütter.

Heute": Stichwort Mütter: Sie treten auch für eine Karenzzeitanrechnung ein ...

Kern: Männer verdienen immer noch 20 % mehr als Frauen. Ausnahme und somit Vorbild: öffentlicher Dienst. Wenn eine Mutter einige Jahre zu Hause bei ihrem Kind bleibt, verliert sie viel in Sachen Gehalt. Daher: Gehaltsanpassungen auch in der Karenz. Wenn sich eine Frau für ein Kind entscheidet, dürfen ihr keine Nachteile entstehen.

Heute": Ist das realistisch?

Kern: Erst wenn die gesellschaftliche Grundhaltung so ist.

Heute": Viele Arbeitnehmer sind mit der Digitalisierung überfordert. Was ist zu tun?

Kern: Da sind die Führungskräfte gefragt. Es ist deren Aufgabe, Mitarbeiter digifit zu machen. (Lie)

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