Sandwich am Airport – "dann Bauchkrämpfe und Fieber"

Nicht zum Lachen zu Mute: Daniel Z. liegt derzeit mit einer Lebensmittelvergiftung zu Hause im Bett. 
Nicht zum Lachen zu Mute: Daniel Z. liegt derzeit mit einer Lebensmittelvergiftung zu Hause im Bett. privat/Heute
Seit 22. August plagt Daniel Z. eine Lebensmittelvergiftung. Er macht einen Caterer dafür verantwortlich. Anwältin Astrid Wagner prüft die Vorwürfe. 

Sind zwei Sandwiches aus einem Snack-Automaten am Wiener Flughafen der Grund für die Lebensmittelvergiftung von Daniel Z. (33)? Der Österreicher glaubt, die Frage mit "Ja" beantworten zu können. Seit mehr als einer Woche ist er wegen einer Lebensmittelvergiftung an sein Bett gefesselt und befindet sich im Krankenstand. Der 33-Jährige arbeitet als Chauffeur für ein großes Wiener Unternehmen. "Jetzt muss ich Krankenstand nehmen, obwohl bei uns gerade sehr viel los ist", ärgert sich Z.

Dabei hat alles mit einem ganz normalen Arbeitstag begonnen. "Ich hatte am 22. August Spätdienst, noch nichts gegessen und mir bei einem Snack-Automaten zwei Sandwiches gekauft", erinnert sich Z. an den Sonntag zurück. Doch bereits am nächsten Tag fühlte sich Z. hundsmiserabel. "Mir war übel, ich hatte Bauchkrämpfe und Fieber", berichtet er. Daraufhin stattete der gebürtige Kärntner seinem Hausarzt einen Besuch ab. Für den Mediziner war die Sache laut Z. klar. Diagnose: Lebensmittelvergiftung. 

33-Jähriger holt sich Hilfe bei Star-Anwältin Astrid Wagner

Der Busfahrer ist sich sicher, dass die beiden Sandwiches die Ursache für die Lebensmittelvergiftung sind. "Ich habe zuvor und danach nichts mehr gegessen", stellt er klar. Der Wiener hat nun Star-Anwältin Astrid Wagner eingeschaltet, will wegen "fahrlässiger Körperverletzung" vor Gericht ziehen und das betroffene Unternehmen auf Schmerzensgeld klagen. "Ich werde prüfen, inwiefern plausible Gründe vorliegen, dass die Vergiftung von den Sandwiches herrührt", erklärt die prominente Juristin gegenüber "Heute". 

Star-Anwältin Astrid Wagner hat die Causa übernommen.
Star-Anwältin Astrid Wagner hat die Causa übernommen.Helmut Graf

Tatsächlich sind die Vorwürfe von Z. schwer überprüfbar. Doch der Wiener will kämpfen und spricht bereits von einem Trumpf in der Hand. "Ich kenne jemanden, der bei dem betroffenen Unternehmen arbeitet und über grobe Missstände bei den Lieferketten berichten kann. Er würde für mich als Zeuge aussagen", so Z. 

Automaten-Betreiber nimmt Stellung zu Gammel-Vorwürfen

Laut dem betroffenen Unternehmen werden die Automaten regelmäßig mit "Sandwiches mit einem durchschnittlichen Rest-Mindesthaltbarkeitsdatum von 10 bis 14 Tagen" befüllt. Das sei auch zwei Tage vor der Nachtschicht des Kärntners passiert, betont eine Sprecherin. "Routinemäßig wurde zudem die Temperatur im Automaten zu diesem Zeitpunkt kontrolliert. Es lag keine Störung vor", heißt es zudem. Der Kärntner wittert dennoch bereits einen handfesten Skandal und will nun für Aufklärung sorgen. Denn die ganze Lebensmittelbranche sei "ohnehin eine einzige Mafia".

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