Sängerknaben sollen 17.200 Euro Miete zahlen

Bild: Helmut Graf

Die Wiener Sängerknaben stehen vor einem Finanz-Debakel. Der Verein soll nach Rechnungshofkritik monatlich 17.200 Euro Miete für das Palais Augarten bezahlen. "Geht nicht", sagte Präsident Walter Nettig und trat zurück.

Die Wiener Sängerknaben stehen vor einem Finanz-Debakel. Der Verein soll nach Rechnungshofkritik monatlich 17.200 Euro Miete für das Palais Augarten bezahlen. "Geht nicht", sagte Präsident Walter Nettig und trat zurück.

Ende August räumt er seinen Präsidenten-Sessel im Augarten-Palais. Das berichtet die "Kronen Zeitung" Dienstagabend. Das drohende Finanzdesaster um den Knabenchor habe aber nichts damit zu tun, sagte der 78- Jährige der "Krone".

Nettig will für seinen Nachfolger aber auch in Zukunft "das Netzwerk im Hintergrund aktivieren". Denn was die Finanzen betrifft, sieht die Zukunft des Vereines Wiener Sängerknaben nicht gut aus. Der Staat sitzt der Wiener Institution im Genick.

Der Staat will Geld sehen

Eigentümer des Palais Augarten ist die Burghauptmannschaft. Miete musste der Verein der Sängerknaben bislang nicht berappen - nach deutlicher Kritik des Rechnungshofes ("versteckte Subventionen") sollen es jetzt aber gleich 17.200 Euro monatlich sein.

"Der Rechnungshof hat keine Ahnung, das ist nicht zu akzeptieren", sagte Nettig weiter in der "Krone". Gezahlt werde "sicher nicht - wir müssen unsere Dienstleistungen aufrecht erhalten. Von der Qualität rücken wir keinen Millimeter ab".

Nettig fordert im Gegenteil sogar Subventionen. "Die Sängerknaben sind das Aushängeschild Österreichs, die Republik muss sich endlich dazu bekennen."

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