Bange Momente in Wien-Favoriten! Vor Spielbeginn applaudieren rund 11.000 Austria-Fans und die Spieler beider Mannschaften Luka Lochoshvili und seinem Kollegen Christopher Wernitznig, die vor zwei Wochen Austrianer Georg Teigl auf dem Feld das Leben retteten. Lochoshvili reagierte geistesgegenwärtig, bewahrte den bewusstlosen Teigl vor dem möglichen Erstickungstod, indem er seine Zunge aus dem Rachen holte.
Nur wenige Minuten nach dem Anstoß ist es am Sonntag Lochoshvili, der plötzlich benommen auf dem Feld liegt und behandelt werden muss. Aus einer Wunde im Gesicht klafft Blut. Die Ersthelfer deuten der Wolfsberger Betreuerbank schnell, dass es für den Georgier nicht weitergehen kann.
Sanitäter des Samaritabundes eilen auf den Rasen und bereiten Lochoshvili auf den Abtransport auf einer Trage vor. Er muss mit Verdacht auf schwere Kopfverletzungen ins Spital. Bitter: Beim Wegtragen lassen die Männer Lochoshvili gleich zwei Mal fallen. Entnervt eilen Spieler herbei, helfen, den Profi vom Feld zu befördern. Bis es so weit ist, vergehen Minuten.
Mittlerweile gibt es eine erste Diagnose aus dem Spital: Lochoshvili zog sich eine Gehirnerschütterung zu, brach sich zudem das Nasenbein und erlitt ein tiefes Cut im Gesicht. Das verrät sein Trainer Robin Dutt, der mit einem wochenlangen Ausfall rechnet.
Lochoshvili erlebt in der Generali Arena binnen zweier Wochen den Wechsel von der Rolle des Lebensretters zum Patienten. Wir wünschen baldige Besserung!
Die Austria gewann den Auftakt in die Meistergruppe mit 2:1, ist neuer Liga-Zweiter.