Sankt Pöltner Gasexplosion: "Niemand kanns vergessen"

Es war einer der traurigsten Momente in der Geschichte der Landeshauptstadt: Fünf Menschen starben am 3. Juni 2010 bei einer Gasexplosion. Exakt ein Jahr danach fällt es den Nachbarn, Betroffenen und Verwandten immer noch schwer über das Unglück zu sprechen. Heute findet in der Josefskirche eine Gedenkfeier statt.

Eine ältere Nachbarin hadert mit dem Schicksal: Wir finden immer noch Glasscherben, vergessen kann es wirklich niemand. Wahnsinn, wäre das an einem Werktag passiert, wäre die Alex in der Schule gewesen. Eine Familie stieg überhaupt von Gas auf Fernwärme um. Ihre zwei Buben sind heute noch in Therapie, die Trümmer flogen damals durchs Kinderzimmer. Teresa Wutzl (21) überlebte, weil sie bei ihrem Freund geschlafen hatte. Ihr Anwalt Anton Hintermeier: Diese Sache ist für mich und die Sachverständigen außergewöhnlich. Meine Mandantin vertraut der Justiz.

Das Ehepaar Harzhauser, das zum Unglückszeitpunkt auf Urlaub war, wohnt mittlerweile in einer neuen Wohnung. Vergessen können die Katastrophe auch die beiden nicht - wohl niemals. Heute um 8 Uhr findet in der Josefskirche eine Gedenkmesse unter Pfarrer Andrzej Prochniak statt.

Joachim Lielacher

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