Sarajevo-Attentäter bekam in Belgrad ein Denkmal

Bild: Darko Vojinovic (AP)

Dieses Attentat gilt als der Auslöser des Ersten Weltkriegs: Am 28. Juni 1914 erschoss der proserbische Nationalist Gavrilo Princip den österreichisch-ungarischen Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, bei dessen Besuch in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Nun hat der Attentäter in Belgrad ein "Denkmal" bekommen.

Dieses Attentat gilt als der Auslöser des Ersten Weltkriegs: Am 28. Juni 1914 erschoss der proserbische Nationalist Gavrilo Princip den österreichisch-ungarischen Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, bei dessen Besuch in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Nun hat der Attentäter in Belgrad ein "Denkmal" bekommen.

Rechtzeitig zum 101. Jubiläum des Attentats wurde in Serbien eine Statue des Attentäters enthüllt - von Präsident Tomislav Nikolic persönlich. Hunderte Menschen waren dabei und bejubelten die Zeremonie, die an einem Ort in der Innenstadt abgehalten wurde, wo sich der Attentäter und seine Helfer immer wieder aufgehalten haben sollen.

Trotzdem, dass der Weltkrieg rund 14 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, wird Princip von Serben als Nationalheld verehrt. Im Gegensatz dazu betiteln ihn bosnische Mulsime und Kroaten als Mörder, der für die serbische Besetzung Bosnien-Herzegowinas kämpfte.

Für Präsident Nikolic ist die Enthüllung der Statue ein Zeichen dafür, dass "wir keine Angst vor der Wahrheit" hätte. Princip sei ein "Symbol für die Freiheit, der Mörder eines Tyrannen und ein Träger der europäischen Idee der Befreiung von der Sklaverei". Milorad Dodik, Anführer der bosnischen Serben, betonte ebenfalls, dass Princip ein "Ausdruck des heutigen Kampfes für die Freiheit" sei.

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