Feurige Szenen spielten sich in der Nacht auf Dienstag auf der Außenring-Autobahn bei Alland im Bezirk Baden ab: Gegen 2.40 Uhr steuerte ein Lenker seinen mit Lebensmitteln beladenen Sattelzug zwischen Alland und Mayerling in Richtung Wien, als er plötzlich merkte, dass etwas nicht stimmt.
Aufgrund eines vermuteten Motorschadens stellte der Lenker den Lkw also auf dem Pannenstreifen ab und stieg aus. Zu diesem Zeitpunkt war das Führerhaus des Fahrzeuges bereits in Brand geraten. Der Mann hatte sich Sekunden zuvor gerade noch rechtzeitig ins Freie gerettet.
Während der Lenker noch versuchte, die Flammen mit einem Handfeuerlöscher in Zaum zu halten, alarmierte ein vorbeikommender Fahrzeuglenker die Feuerwehr.
"Als wir vor Ort eintrafen, stand das Führerhaus der Sattelzugmaschine in Vollbrand, die Flammen erfassten bereits das Kühlaggregat bzw. den vorderen Teil des Kühlauflegers und ein Teil der angrenzenden Böschung brannte auch", schildert Feuerwehreinsatzleiter Harald Schieder von der Feuerwehr Alland in einer Aussendung des Bezirksfeuerwehrkommandos Baden.
Die Florianis nahmen Löschschaum zu Hilfe, so konnten sie den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Einfach zu bewältigen war der Einsatz dennoch nicht: "Da sich der Brand auch auf den Innenraum des Kühl-Auflegers ausbreiten konnte, musste über das Heck eine Löschleitung unter Atemschutz und Einsatz einer Wärmebildkamera im Laderaum vorgenommen werden", heißt es seitens der Feuerwehr.
Das abgelöschte Lkw-Wrack wurde schließlich von einem privaten Bergungsunternehmen von der Autobahn verbracht, zuvor mussten noch die beiden Diesel-Tanks leergepumpt werden.
Die A21 musste für die Dauer der Löscharbeiten komplett gesperrt, der Verkehr über die Landesstraße umgeleitet werden.