Saudi-Arabien erwägt Bau von Atombombe

Adel al-Dschubair, Saudi-Arabiens Außenminister
Adel al-Dschubair, Saudi-Arabiens AußenministerKay Nietfeld / dpa / picturedesk.com
Sollte die Staatengemeinschaft nicht verhindern können, dass der Iran eine Atombombe baut, will sich auch Saudi-Arabien atomar bewaffnen.

Es droht ein Wettrüsten im Nahen Osten. Sollte eine iranische Atombombe nicht verhindert werden könne, so hat auch Saudi-Arabien klar gemacht, "dass es alles tun wird, was möglich ist, um seine Bevölkerung und um sein Staatsgebiet zu schützen", sagte Adel al-Dschubair, Staatsminister für Auswärtiges.

Der Bau einer eigenen Atombombe sei dann "definitiv eine Option", so der Minister weiter. Besonders nach den Bürgerkriegen und humanitären Katastrophen in Syrien und Jemen bemühen sich Saudi-Arabien wie auch der Iran um die Vorherrschaft und eine Vergrößerung des Einflusses im Nahen Osten.

Atom-Deal wackelt

2015 konnte immerhin ein Deal des UNO-Sicherheitsrates mit dem Iran geschlossen werden, dass Sanktionen aufgehoben werden wenn im Gegenzug nicht am Bau einer Atombombe gearbeitet wird. Donald Trump stieg aus diesem Atomabkommen allerdings aus und drohte immer wieder offen mit Angriffen auf den Iran.

Ob sich Joe Bidens Kurs von jenem des Saudi-Arabien-Verbündeten Donald Trump unterscheiden wird, bleibt abzuwarten. Kritik im Rahmen des Konflikts kommt auch von der Hilfsorganisation Oxfam, denn die G20-Länder exportierten insgesamt 17 Milliarden US-Dollar an Waffen nach Saudi-Arabien, das aktiv am Bürgerkrieg in Jemen beteiligt ist. Die Hilfszahlungen enstprechen hingegen nur ein Drittel dieses Volumens.

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