Saudis: "Wissen nicht, wo Khashoggis Leiche ist"

Nach dem Verschwinden von Khashoggi verlangten Demonstranten Aufklärung. Mittlerweile ist klar: Er ist tot.
Nach dem Verschwinden von Khashoggi verlangten Demonstranten Aufklärung. Mittlerweile ist klar: Er ist tot.Bild: Reuters
Der saudische Außenminister bezeichnet die Tötung des Regimekritikers Khashoggi als "großen Fehler".

Fast stündlich gibt es im Fall Khashoggi dieser Tage Neuigkeiten. Nachdem der türkische Präsident Erdogan ankündigte, am Dienstag die "ganze Wahrheit" enthüllen zu wollen, kommentiert auch Saudi Arabien erneut die Causa.

Die offizielle Darstellung des Königreichs, derzufolge der Journalist und Regimekritiker Jamal Khashoggi bei einer Schlägerei in der saudischen Botschaft in Istanbul umgekommen sein soll, glauben nicht viele. Weiterhin dringenden Klärungsbedarf sehen etwa Deutschland, Großbritannien und Frankreich. US-Präsident Donald Trump warf de Saudis "Lügen" vor.

"Gewaltiger Fehler"

Am Sonntag dann ein weiteres Statement des Außenministers von Saudi Arabien. Adel al-Jubeir bezeichnete die Tötung Khashoggis als "gewaltigen Fehler". Gegenüber dem amerikanischen TV-Sender "Fox News" sagte er, dass auch König Salman die Täter zur Rechenschaft ziehen wolle. Dass der Kronprinz Mohammed bin Salman oder die Regierung in die Sache verwickelt ist, wird weiterhin vehement bestritten.

Leiche bleibt verschwunden

Auch sagte al-Jubeir, dass die Führung in Riad keine Ahnung habe, wo sich die Leiche Khashoggis befindet. Auch die türkischen Ermittler, die in den letzten Tagen die saudische Botschaft und die Residenz des Konsuls untersuchten, haben keine Ahnung, wo die Leiche sein könnte.

Kneissl: "Gipfel des Horrors"

Auch Österreichs Außenministerin Karin Kneissl hat sich am Samstag zu den Ereignissen geäußert: Der Fall sei der "Gipfel des Horrors". Ein derart gravierender Vorfall dürfe nicht ohne Konsequenzen bleiben, sagte sie.

Rückendeckung

Wer steht noch auf der Seite Saudi Arabiens? Vor allem die Verbündeten in der Region: Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Kuwait, Oman, Bahrain und Ägypten kommtn wenig Kritik. (red)

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