Szene

Säureopfer traten für Freundin mutig vor die Linse

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:03

Rupa, Rita, Sonam, Laxmi und Chanchal sind fünf junge Frauen aus Indien, die eines verbindet: Sie wurden Opfer einer Säureattacke. Rupa ließ sich davon nicht unterkriegen. Ihr Traum war es immer, Mode zu designen. Nun hat sie es mit "Rupa Design" geschafft. Ihre Freundinnen, die ihr Schicksal teilen, stellten sich in den Kleidern mutig vor die Linse von Fotograf Rahul Saharan.

Rupa, Rita, Sonam, Laxmi und Chanchal sind fünf junge Frauen aus Indien, die eines verbindet: Sie wurden Opfer einer Säureattacke. Rupa ließ sich davon nicht unterkriegen. Ihr Traum war es immer, Mode zu designen. Nun hat sie es mit "Rupa Design" geschafft. Ihre Freundinnen, die ihr Schicksal teilen, stellten sich in den Kleidern mutig vor die Linse von Fotograf Rahul Saharan.

Jahrelang haben die jungen Frauen in der Öffentlichkeit ihre Gesichter bedeckt. Doch zusammen sind sie stark und um Rupa zu unterstützen, sind sie bereit stolz ihre Gesichter zu zeigen - ohne Scham und mit mutig erhobenen Köpfen.

Nach Säureattacke kam Leben zum Stillstand

Die 22-jährige Rupa erzählte der "Daily Mail": Ich wollte immer schon Designerin werden, aber nach dem Säureangriff kam mein Leben zum Stillstand. Ich war so verunsichert und meine Narben waren mir so peinlich, dass ich mein Gesicht hinter einem Schal versteckte. Ich habe meinen Traum nie wirklich aufgegeben, konnte mir aber nicht vorstellen jemals mein eigenes Label zu haben.

Stiefmutter überschüttete sie mit Säure

Rupa hat ihren Nachnamen aufgegeben. Ihre Stiefmutter übergoss sie 2008 mit Säure als Rupa schlief. Der Vater stellte sich hinter seine Frau, das kann ihm die Tochter nicht verzeihen. Die Mutter wurde zwar vor Gericht verurteilt, kam aber nach 18 Monaten wieder frei. Schuldgefühle hat sie keine.

"Stop Acid Attacks" half Rupa

Rupa fand bei den Charityprojekten "Stop Acid Attacks" (Stoppt Säure-Angriffe) und "Chhaon" Unterstützung und beschloss für Gerechtigkeit und die Verwirklichung ihrer Träume zu kämpfen. Die Organisation wandte sich an den Fotografen Rahul Saharan, der die Mädchen ablichtete. Nun will der Fotograf eine Ausstellung organisieren, deren Erlös dem Projekt zugute kommen soll.

Erste Kleider verkauft

Rupa kann sich übrigens schon über erste Verkaufserfolge freuen: Drei Kleider konnte sie an eine US-Touristin verkaufen und die erste Bestellung einer Indischen Geschäftsfrau ist auch schon eingegangen.

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