Scala im Test: Außen kompakt, innen groß

Der Skoda Scala überrascht mit seinem Platzangebot und fährt sich dank bewährter Technik aus dem VW-Konzern einfach gut.
Bei Skoda steht zumeist die Vernunft im Vordergrund. Nutzen und Praktikabilität wird über Design gestellt. Auch beim Scala ist die Außenhaut unauffällig gehalten. Auf den Putz hauen, sollen die anderen. Dafür punkten die Tschechen mit durchdachten Fahrzeugen.

So haben sich die Ingenieure beim Scala überlegt, wie schaffen wir möglichst viel Platz in einem kompakten Fahrzeug? Denn der Scala ist nur 4,36 Meter lang, hat aber einen stolzen Radstand von 2,65 Meter. Der Kofferraum fasst beeindruckende 467 Liter.

Diese nackten Zahlen sind noch besser begreifbar, wenn man mit dem Scala unterwegs ist. In den Kofferraum passen problemlos ein Kinderwagen und ein paar kleine Taschen, das schaffen nicht alle größeren Fahrzeuge.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Vorne sitzt man wie bei vielen Autos bequem bei guten Platzverhältnissen, doch hinten passen oft nur Kinder hin. Nicht so beim Scala: Es gibt überraschend viel Beinfreiheit für ein Auto dieser Klasse und so überleben auch Erwachsene eine längere Fahrt auf der Rückbank.

Starke Motoren

Das Fahren selbst geht auch äußerst angenehm, dank der sparsamen aber kraftvollen TSI/TDI-Motoren aus dem Mutterkonzern VW. Wir waren mit der 115 PS starken, 1,6 Liter großen Diesel-Version unterwegs, die 250 Nm auf die Straße bringt. Dazu ein automatisches 7-Gang-DSG-Getriebe.

In der höchsten Ausstattungsstufe Style kostet das Ganze 27.530 Euro, doch dank einigen Extras wie etwa dem Emotion-Paket (1.400 Euro), 18"-Leichtmetallfelgen (640 Euro), Parkassistent (620 Euro) oder dem Spurwechsel- und Seitenassistenten (630 Euro) stehen unterm Strich 34.800 Euro da. Der Einstiegspreis für einen 95 PS starken Benziner liegt bei 18.890 Euro.

Gutes Gesamtpaket

Mit dem 115-PS-Motor sind wir mehr als zufrieden. Es gibt auch einen mit 150 PS, aber das muss man dann schon wirklich bewusst wollen. Flott geht es auf Landstraßen und der Autobahn dahin. Der Scala ist mehr als nur ein Stadtauto. Bloß beim Navi gibt es Nachbesserungsbedarf – immer wieder kommen verwirrende oder schlichtweg falsche Kommandos. Ans Ziel kommt man trotzdem, aber das geht auch stressfreier.

Das ändert aber nichts daran, dass man mit dem Scala gerne unterwegs ist, er hat etwas sympathisches. Alles ist gut zu bedienen und in der richtigen Ausführung bzw. mit den richtigen Extras gibt es hier auch einiges an zusätzlichem Komfort zu holen. Und praktisch ist er dank des geräumigen Interieurs sowieso.

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FahrberichtMotorSkodaJörg Michner

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