Science-Fiction-Blockbuster und Elon Musk warnen seit jeher vor den großen Gefahren der Künstlichen Intelligenz. In Russland hat nun der Aufstand gegen die Menschheit begonnen. Das Video eines Vorfalles bei einem Schachturnier erweckt zumindest diesen Eindruck.
Auf dem Clip, der sich im Netz rasend schnell verbreitet, ist zu sehen, wie ein Schach-Roboter den Finger eines siebenjährigen Burschen schnappt und damit eine Knochenfraktur herbeiführt.
Die Aufregung ist groß. Der Bub verletzt sich bei den Moskau Open schwer. Christopher, wie der Leidtragende heißt, soll zu den besten Spielern in der russischen Hauptstadt zählen.
Wie kam es zur Szene? Aufnahmen zeigen, wie der Roboter eine Figur seines Gegners schlägt, in eine Box ablegt. Christopher reagiert schnell mit einem eigenen Zug. Dann kommt es zur Attacke. Die Roboterhand greift zu und drückt zusammen. Vier Erwachsene eilen herbei, befreien den Buben aus dem Griff der Maschine.
Sergey Lazarew, Boss der Moskauer Schach-Föderation, sagte der Newsagentur "TASS": "Natürlich ist es schlecht, dass der Finger des Buben gebrochen ist." Kann man wohl so sagen. Aber, so Lazarew weiter: "Das Kind hat am nächsten Tag weitergespielt, das Turnier beendet. Er hat einen Zug gemacht, bevor der Roboter Zeit hatte, zu reagieren. Dann hat er ihn geschnappt. Es gibt Sicherheitsregeln und die hat das Kind verletzt." Die Veranstalter relativieren den Vorfall also nicht nur, sie geben dem Kind die Schuld.