Schächtverbot: Bereits 37.000 Unterschriften

Schächtverbot: Schon 37.000 Unterschriften
Schächtverbot: Schon 37.000 UnterschriftenBild: Grafik Heute

Eine Tierschützerin und ein Veterinär aus NÖ wollen, dass das Schächten in Österreich verboten wird – sie zählen bereits Tausende Unterstützer hinter sich.

„Es ist eine verdammte Barbarei", sagt Tierarzt Norbert Hess, der selbst als Veterinär bei Schächtungen oftmals anwesend sein musste. „Ich habe Rinder gesehen, die versuchten noch Minuten nach dem Schnitt aufzustehen und davonzulaufen. Wo bleibt da die Tierliebe?"

Mit Nicole Holzinger, parteifreie Jugendgemeinderätin und Organisatorin des Tierstammtisches in Berndorf (Baden), schloss sich mit Hess zusammen. Gemeinsam sammeln sie Unterschriften (über eine Onlineplattform und auf Papier) für ein Verbot.

„Es geht nicht gegen eine Religion, sondern rein um unnötiges Tierleid zu verhindern. Jeder soll glauben, was er will, solange weder Mensch noch Tier darunter zu leiden haben", so Holzinger.

Die Unterschriftenliste sei unter der e-mail-Adresse holzingerhalla@gmail.com anforderbar.

In Österreich schreibt das Tierschutzgesetz vor, alle Schlachttiere unmittelbar nach dem Schächtschnitt, bei dem die großen Blutgefäße im Halsbereich mit einem Schnitt geöffnet werden müssen, sofort wirksam zu betäuben (Post-cut Stunning). Schächtungen dürfen nur in einem dafür zertifizierten Schlachthof unter Beisein eines Tierarztes stattfinden. Quelle: Wikipedia

Von den Parteien im Parlament wünschen sich die Initiatoren mehr Mut in der heiklen Debatte: „Nur die FPÖ und die Liste Pilz haben sich auf unsere Anfrage klar und deutlich gegen das Schächten ausgesprochen."

Hess – mittlerweile in Pension und klarer Schächtgegner (in Österreich muss ein Tierarzt bei der Prozedur dabei sein) – und Holzinger wollen weiter sammeln: „Bis wir so viele Unterschriften haben, dass sich die Politik mit dem Thema beschäftigen muss." Zurzeit sind es über 37.000. (wes)

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