Schadenskommissionen nach Hochwasser in NÖ unterwegs

Aufräumarbeiten in Paudorf und Fürth-Palt
Aufräumarbeiten in Paudorf und Fürth-PaltBFK Krems/Gernot Rohrhofer
Das große Aufräumen ist weiterhin im Gang. Die Schadenskommissionen konnten aber teilweise bereits ihre Arbeit aufnehmen.

Nach dem Starkregen waren die Aufräumarbeiten am Dienstag in Niederösterreich weiter im Gange. Die Einstufung als Katastrophengebiet wurde nach Angaben des Landes für Paudorf und Furth im Bezirk Krems sowie für Neuhofen a. d. Ybbs, Ferschnitz und Euratsfeld im Bezirk Amstetten bereits aufgehoben. In Aggsbach-Dorf in der Gemeinde Schönbühel-Aggsbach (Bezirk Melk) galt dies nach wie vor. Teilweise waren bereits Schadenskommissionen unterwegs. Die Pegelstände waren im Sinken.

Volksschule einsturzgefährdet

In Aggsbach-Dorf stand die Feuerwehr laut Franz Resperger vom Landeskommando mit Unterstützung von vier Katastrophenhilfsdienst-Zügen und dem Bundesheer im Einsatz. Dabei wurden laut FF-Angaben überflutete Keller ausgepumpt, beschädigtes Inventar ausgeräumt und Straßen von Schlamm und Geröll befreit. 20 Kräfte des Pionierbataillons 3 waren laut einer Aussendung des Verteidigungsministeriums seit Montagnachmittag im Einsatz, um die einsturzgefährdete Volksschule abzusichern.

In den Gemeinden wurden Schadenskommissionen gebildet, die teilweise - etwa im Dunkelsteinerwald im Bezirk Melk - schon ihre Arbeit aufgenommen haben. Ab Mittwoch werden sie nach Angaben des Landes überall in den betroffenen Gebieten unterwegs sein. In den nächsten Tagen werden die Kommissionen die Schäden begutachten und die Ansuchen an den Katastrophenfonds stellen. "Wir werden die Hilfsgelder dann raschest, binnen Tagen, ausbezahlen", kündigte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) an. Er dankte Feuerwehr, Zivilschutzverband, Bundesheer und Straßendienst sowie den Bürgermeistern, die die Einsätze gemeinsam mit den Feuerwehrkommandanten leiten und die Aufräumarbeiten koordinieren.

Sperre der B33 aufgehoben

An der Messstelle Kienstock (Bezirk Krems) lag der Wasserstand der Donau am Dienstag unter 600 cm. Die Sperre der B33 zwischen Melk und Mautern in der Wachau wurde am Nachmittag aufgehoben.

In Matzleinsdorf und im Raum Neumarkt an der Ybbs (beide Bezirk Melk) halfen insgesamt fünf Pioniere des Bundesheeres bei der Beseitigung von Verklausungen. Dabei werde beispielsweise ein 150 Meter-Kran eingesetzt, der den Soldaten dabei hilft, die Dämme und Brücken von Ästen und Verschmutzung zu befreien, heißt es seitens des Verteidigungsministeriums.

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