Schädling? Erster Fischotter in NÖ getötet

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Es gibt zwar einen Einspruch gegen den "Otterentnahme"-Bescheid des Landes, trotzdem wurde am Wochenende das erste Tier getötet.

Das Land Niederösterreich hat zur Wahrung des ökologischen Gleichgewichts die Tötung von 40 Fischottern beschlossen. Die Otter würden im Waldviertel auch geschützte Fischarten fressen. Tierschutzvereine kämpfen gegen die Tötung der Tiere, trotzdem starb am Wochenende das erste Tier.

Tierschützer bezweifeln die Argumentation der Behörden und bezeichnen den "Tötungsbescheid" als rechtswidrig. Sie haben Beschwerde eingereicht.

Erstes Tier getötet

Am Samstag wurde trotz dieser Unklarheit der erste Fischotter gefangen und anschließend umgebracht. WWF und Ökobüro sind entsetzt. Die "Otterentnahmen" sollen gestoppt werden, bis eine gesicherte Rechtsgrundlage herrscht.

Die zuständige Abteilung des Landes sieht das anders: Die Beschwerde habe in diesem Fall keine aufschiebende Wirkung. Fatal, wie Thomas Alge, Geschäftsführer von Ökobüro - Allianz der Umweltbewegung, erklärt: "Durch die veranlasste Tötung entsteht ein irreversibler Schaden, denn die Otter werden nicht wieder lebendig, wenn uns das Gericht später recht gibt", sagt er.

"Die Grundlagen und Daten, auf denen der Tötungsbescheid beruht, sind nicht ausreichend", sagt Alge. Außerdem: ""Wir wurden im Verfahren zum Erlass des Bescheides nicht gehört. Das widerspricht eindeutig dem Europarecht."

Auch WWF-Expertin Christian Wolf-Petre warnt vor "Schnellschüssen", es handle sich um "reine Alibimaßnahmen auf Kosten der Natur", die "nichts bringen" würden. (red)

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