Wegen Tierquälerei musste ein 49-jähriger Mann gestern in St. Pölten auf die Anklagebank. Er soll am 24. August 2020 auf einem Billa-Parkplatz im Bezirk Tulln den Schäferhund seiner Schwester misshandelt haben.
Das zehn Jahre alte Tier soll laut Anklage aus dem offenen Autofenster gesprungen sein, während der 49-Jährige noch einparkte. In der Folge soll er den Hund geschimpft und mehrmals auf ihn eingetreten haben. Laut Zeugin soll der Mann sogar noch auf den Schäferhund eingetreten haben, als dieser schon am Boden lag. Dann soll er laut Anklage den Hund an der Schnauze gepackt, die Schnauze verdreht und dabei gebrüllt haben: "Trottelviech."
Ein Pensionistin zeigte den Fall schließlich bei der Polizei an, der 49-Jährige musste vor Gericht.
Doch die Hauptzeugin war zum Prozess am Landesgericht Sankt Pölten nicht erschienen, der Angeklagte meinte: "Das ist alles nicht wahr. Zwischen der Frau und mir war eine Mauer und ein Haus. Wie will sie das so genau gesehen haben?" Der Richter bot dem Angeklagten eine Diversion an. Darauf stieg der 49-Jährige ein: 100 Sozialstunden, vermutlich in einem Tierheim.