Ein ungarischer Arbeiter musste am Montag wegen Körperverletzung in Sankt Pölten auf die Anklagebank: Der 26-Jährige war ohne gültiges Ticket in einem Zug gesessen, bei Amstetten holten ihn zwei Schaffner aus dem Waggon, um die Identität des Ungarn festzuhalten.
Der Osteuropäer gab seine E-Card her, war anfangs gelassen, verlor dann aber relativ plötzlich die Fassung und geriet in Rage: bei der Rangelei erlitten die Schaffner Prellungen, Abschürfungen und ein Opfer erlitt einen Schienbeinkopfbruch.
Beim Prozess am Montag in St. Pölten sagte der Ungar, dass er an einer Psychose leide. Auch beim Prozess wurde es dem Angeklagten schließlich zu viel, er sprang auf und lief schreiend aus dem Saal. Der Richter holte ihn wieder in den Verhandlungssaal.
Der Richter will jetzt zwei Gutachter sprechen lassen - einen psychiatrischen Sachverständigen sowie einen Unfallchirurgen wegen des Schienbeinkopfbruches. Somit wurde der Prozess vertagt - es gilt die Unschuldsvermutung.