Am Dienstag herrscht seit 1.000 Tagen Krieg in der Ukraine. Zu diesem Anlass kündigte das Außenministerium am Sonntag an, weitere acht Millionen Euro zur Unterstützung der Ukraine und Moldau aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) zur Verfügung zu stellen.
"Vor 1.000 Tagen sind wir in einer völlig anderen Welt aufgewacht. In einer Welt, in der der Krieg nach Europa zurückgekehrt ist. 1.000 Tage sind vergangen, seit Putin die Ukraine überfallen und seinen völlig unprovozierten, brutalen Angriffskrieg begonnen hat", erklärt Minister Schallenberg – es dürfe dafür keine Straflosigkeit geben.
Fünf Millionen Euro davon fließen in ein humanitäres Entminungsprojekt des Welternährungsprogrammes der UNO (WFP). Laut Außenministerium sind in der Ukraine aktuell rund 174.000 km² durch Landminen kontaminiert. Das Projekt ziele auf die Wiederherstellung landwirtschaftlicher Lebensgrundlagen in der Ukraine ab – Bauern sollen ihre Felder wieder gefahrenfrei bestellen können.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) erhalten für die humanitäre Hilfe in der Ukraine und in Moldau weitere drei Millionen Euro. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl habe Moldau die meisten ukrainischen Vertriebenen aufgenommen. UNO-Angaben zufolge benötigen 14,6 Millionen Menschen humanitäre Hilfe zum Überleben.