3:3! Der späte Punktgewinn gegen Freiburg verschafft Adi Hütter in der Krise von Borussia Mönchengladbach keine Luft. Der Vorarlberger und sein Team bekommen die Wut der Fans zu spüren.
Der Grund für den Fan-Zwist in Gladbach liegt bei den enttäuschenden Leistungen der Fohlenelf, deren Punktgewinn in Freiburg äußerst glücklich zu Stande kam. "Kein Kampf, kein Wille, kein Charakter – ihr seid eine Schande für Stadt und Verein!", hieß es auf einem Transparent, dass die Borussen-Ultras in Freiburg bereits vor dem Spiel in der Kurve zur Schau stellten.
Die hartgesottenen Fans der Mannschaft sind deutlich unzufrieden mit den Auftritten ihrer Mannschaft, die nach vielen Erfolgsjahren mit europäischer Beteiligung in dieser Saison phasenweise gar vor dem Abstieg zittern musste. Besonders der blutleere Auftritt beim Derby in der Vorwoche gegen den 1. FC Köln ließ die Wut der Ultras zum Siedepunkt überlaufen und verleitete einige Chaoten sogar dazu, die Spielerkabine nach der Derby-Pleite stürmen zu wollen.
Gladbach-Trainer Hütter zeigte nach dem Spiel in Freiburg Verständnis für die Borussen-Supporter und meinte: "Man muss eine gewisse Enttäuschung unserer Fans auch verstehen". Die Saison sei nicht zufriedenstellend, weswegen man Ungeduld bei einem solch großen Klub verstehen müsse, meinte der frühere YB-Meistermacher weiter.
Hütters Manager Roland Virkus appellierte am Samstag in einem Interview an die eigenen Zuschauer und sprach davon, dass man in Zukunft wieder gemeinsam zusammenstehen solle. Freiburgs Trainer Christian Streich nahm die Spieler und Verantwortlichen von Gladbach in den Schutz, indem er meinte: "Die Fans dürfen nicht vergessen, dass du nicht immer nur um die Champions League spielen kannst, auch nicht mit Gladbach".