Ben White, ist einer der Leistungsträger des englischen Tabellenführers Arsenal London. Das zeigt auch der Marktwert des Rechtsverteidigers, der bei stolzen 55 Millionen Euro liegt. Nur logisch also, dass England-Teamchef Gareth Southgate den 26-Jährigen in seinen Teamkader für die Testspiele gegen Brasilien und Belgien einberufen wollte. Das Problem nur: White, der bereits vier Länderspiele für England absolviert hat, will nicht für die "Three Lions" auflaufen.
White stehe "im Moment" nicht für einen England-Einsatz zur Verfügung, enthüllte Englands Teamchef im Rahmen der Kaderbekanntgabe. "Für mich ist das eine große Schande. Er ist ein Spieler, den ich wirklich mag", erklärte Southgate. Er habe in den vergangenen Tagen einen Anruf von einem Arsenal-Betreuer erhalten, "der mitteilte, dass Ben zum jetzigen Zeitpunkt nicht für den englischen Kader in Betracht gezogen werden möchte", meinte der Teamchef weiter.
Die Gründe dafür seien für den englischen Teamchef, nicht klar, "aber ich muss das respektieren", so der 53-Jährige.
Auf der Insel gibt es seither viele Mutmaßungen. Fakt ist: White war Teil des WM-Kaders in Katar, reiste vom Turnier allerdings vorzeitig ab – aus persönlichen Gründen, wie es offiziell hieß. Zuletzt machten allerdings Gerüchte über ein Zerwürfnis des Teamspielers mit Co-Trainer Steve Holland die Runde. White bestritt seit der WM-Abreise kein Länderspiel mehr für die "Three Lions".
Southgate selbst dementierte die Meldungen, es habe einen Streit mit dem Arsenal-Star und gegeben. "Da gibt es überhaupt kein Problem zwischen uns und es gab auch kein Problem mit Steve Holland. Das wurde in Artikeln erwähnt und es gefällt mir nicht", so der Teamchef. Trotzdem wolle er für White mit Blick auf die Europameisterschaft in Deutschland "die Türe offen halten".