Schauen so 2017 die Wiener Bims aus?

Nun ist es fix: Die Wiener Linien werden den Auftrag für die Beschaffung von 120 bis 150 Niederflur-Straßenbahnen ausschreiben. Eine Option, 150 weitere Garnituren des bisherigen Niederflur-Modells "ULF" von Siemens zu ordern, nahmen die Verkehrsbetriebe nicht wahr. Bombardier kündigte bereits zuvor an, seine "Flexity"-Bim, die bereits in Marseille den Zuschlag erhielt, in den Wettbewerb zu schicken.

Nun ist es fix: Die Wiener Linien werden den Auftrag für die Beschaffung von 120 bis 150 ausschreiben. Eine Option, 150 weitere Garnituren des bisherigen Niederflur-Modells "ULF" von Siemens zu ordern, nahmen die Verkehrsbetriebe nicht wahr. Bombardier kündigte bereits zuvor an, seine "Flexity"-Bim, die bereits in Marseille den Zuschlag erhielt, in den Wettbewerb zu schicken.

Wie ein Sprecher der Wiener Linien am Dienstag berichtete, wolle man den Markt sondieren und schauen, welche Entwicklungen es in den letzten Jahren gegeben habe. "Ziel ist, zu eruieren, welche Straßenbahn derzeit die beste am Markt ist", begründete er die Entscheidung der Geschäftsführung. Der bisherige Bim-Lieferant Siemens wollte die Entscheidung nicht kommentieren.

Bobmardier heißer Bewerber

Bereits als Bewerber ins Spiel gebracht hat sich Bombardier. Das Unternehmen bastelt schon an einer Niederflur-Lösung für Wien, die der Stadt wesentlich billiger als der ULF kommen soll. Laut einem internen Projektpapier soll es beispielsweise Einsparungen bei Wartungskosten von mehr als 300 Millionen Euro geben - durchgerechnet für 170 Langzüge und eine Laufzeit von 30 Jahren.

Noch in diesem Jahr werde eine internationale Ausschreibung über die Beschaffung in die Wege geleitet, hieß es. Die Lieferung der neuen Bims soll ab 2017 erfolgen, die ersten Züge dann ab Mitte 2017 unterwegs sein. Bis dahin würden noch "im gewohnten Ausmaß" ULFs geliefert werden, so der Sprecher.

Altbekannte ULFs noch bis 2015 geliefert

Die Niederflurstraßenbahnen ULF - die Abkürzung steht für "Ultra Low Floor" - gibt es seit 1997 in der Bundeshauptstadt. Siemens hatte Mitte der 1990er-Jahre den Auftrag für die ersten 150 Züge erhalten, weil das Wiener Werk u.a. mit der weltweit niedrigsten Einstiegshöhe von nur 19 Zentimetern punkten konnte. Einige Jahre später wurden 150 weitere Garnituren um 357 Millionen Euro geordert. Der Großteil davon wurde schon geliefert - der Rest folgt bis Jahresende 2015.

Zu den wichtigsten Anforderungen in der Ausschreibung werden der ebene Einstieg und Barrierefreiheit, ein modernes Konzept zur Fahrgastinformation, flexibel gestaltbare Innenräume, neuester Stand der Technik, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie Energieeffizienz gezählt. Weiters seien optimale Arbeitsbedingungen für die Fahrer (zum Beispiel Ergonomie) wichtig.

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