Es ist der Albtraum einer jeden Mutter, der für eine Wienerin Ende September Realität wurde. Sie war mit ihrer dreijährigen Tochter am Spielplatz im Arenbergpark in Wien-Landstraße. Dort trafen sie sich mit einer Freundin und schaukelten.
"Plötzlich ist die Kette gerissen und meine Tochter wurde in der Schaukel herumgeschleudert, bis sie mit vollem Karacho gegen den Holzpfeiler der Schaukelsteher geknallt ist", berichtet die Mutter dem "Kurier". "Es war für mich, meine Tochter und auch die befreundeten Eltern ein großer Schock."
Damit nicht genug, zog sich die Dreijährige dabei auch noch eine schwere Verletzung in Form eines Schlüsselbeinbruchs zu. Der Übeltäter war rasch gefunden: Eine Sicherheitsmutter der Kettenanhängung hatte sich gelöst. Von der Stadt Wien forderte die Mutter deswegen Schadenersatz. Beim Spielplatz sei es zu einer fahrlässigen Vernachlässigung gekommen.
Die zuständige MA 42 (Stadtgärten) bedauere den Vorfall zwar zutiefst, sieht sich aber in keiner Schuld. Etwas über zwei Monate zuvor fand die letzte "operative Spielplatz-Inspektion", so Georg Lepiczeck, Leiter der Baum- und Spielplatzsicherheit, zum "Kurier".
Nach Bearbeitung durch die zuständige Versicherung dann die Ernüchterung: "Dieser Vorfall war trotz Einhaltung der Verkehrssicherungspflichten, welche jedoch nicht überspannt werden dürfen, für den Versicherungsnehmer nicht vorherseh- und somit auch nicht verhinderbar", heißt es in dem Schreiben. Die Mutter ist enttäuscht und wütend, wird sich damit aber wohl abfinden müssen.