Österreich

Schaulustige "fladern" Mobiliar von Copa Cagrana

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:54

Die Wiener Lokalmeile Copa Cagrana wurde - wie bei starkem Hochwasser üblich - von den Fluten der Neuen Donau überschwemmt. Zu diesem Problem kam aber ein weiteres, nämlich "hunderte Schaulustige", wie Pächter Norbert Weber beklagte: "Die Leute fladern alles, nehmen zum Beispiel die Sessel mit, die wir ausgeräumt haben." Probleme könnte am Mittwoch der Donaukanal in der Wiener City verursachen.

Die Wiener Lokalmeile Copa Cagrana wurde - wie bei starkem Hochwasser üblich - von den Fluten der Neuen Donau überschwemmt. Zu diesem Problem kam aber ein weiteres, nämlich "hunderte Schaulustige", wie Pächter Norbert Weber beklagte: "Die Leute fladern alles, nehmen zum Beispiel die Sessel mit, die wir ausgeräumt haben." Probleme könnte am Mittwoch der Donaukanal in der Wiener City verursachen.

Weber hat auf der Copa Cagrana nun Mitarbeiter abgestellt, die die Leute darauf hinweisen, dass das Mobiliar nicht zur freien Entnahme ist. Die betroffenen Lokale wurden laut dem Pächter schon vor Tagen geräumt, da das Areal im Überschwemmungsgebiet liegt. Möglich sei aber, dass Leitungen durch das Wasser beschädigt werden. Auch die Statik der Gebäude müssten vor Wiederaufnahme des Betriebes überprüft werden.

Die Überflutungen seien "überraschend stark". Der Wasserstand sei möglicherweise sogar höher als 2002, berichtete Weber - der laut eigenen Angaben "schon ein bisschen betrübt" ist: "Weil zuerst war der Saisonbeginn wegen des Wetters schlecht, jetzt sind die Lokale hin."

Pächter wussten von Gefahr

Das Gebiet, in dem sich die Copa Cagrana und die (auf der Donauinsel, Anm.) gegenüber liegende Sunken City befinden, ist laut Stadt als Hochwassergebiet definiert. Dies wüssten die Pächter auch, wie eine Sprecherin von Umweltstadträtin Ulli Sima betonte. Wie hoch die Schäden in den Lokalarealen sind, könne noch nicht beziffert werden, betonten sowohl die Stadt als auch der Copa-Cagrana-Pächter Weber.

Geht der Donaukanal über?

Im Lauf des Mittwoch wird sich zeigen, ob auch die Lokalbesitzer am Donaukanal auf einen Neustart setzen müssen. Denn das Wasser der Donau rinnt langsamer als erhofft ab, staut sich in den Donaukanal zurück, wo es im Bereich des Schwedenplatzes Überlutungen geben könnte.

Die Wiener Gewässerabteilung MA 45 rechnet damit, dass die Werte der Flut von 2002 in den nächsten 24 bis 48 Stunden überschritten werden.

Donau-Auen sind der nächste Hotspot

Für die Donau "unterhalb" von Wien werde die Hochwasserspitze für Mittwochnachmittag prognostiziert, teilte die Nationalpark Donau-Auen GmbH mit. Die Anrainer-Gemeinden des Naturrefugiums seien durch den auf ein 100-jährliches Hochwasser ausgelegten Marchfeldschutzdamm bzw. die Geländekante am Südufer der Donau geschützt.

Angesichts der aktuellen Entwicklung wurden im Nationalpark selbst Wegesperren errichtet, eine Zufahrt bzw. ein Betreten des Augebiets in Niederösterreich sei derzeit nicht möglich, Anteile des Wiener Abschnitts seien bereits geflutet. Bis einschließlich Sonntag wurden alle Bootstouren abgesagt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen