Schauspieler Jan Triska stirbt nach Brückensturz

Zwei Tage nach seinem Sturz von der Karlsbrücke in Prag ist der tschechisch-amerikanische Schauspieler Jan Triska seinen schweren Verletzungen erlegen.

In Kürze hätten die Dreharbeiten für seinen neuen Kinofilm "Auf dem Dach" beginnen sollen. Darin sollte Triska einen einsamen älteren Professor spielen, der sich mit einem jungen Vietnamesen anfreundet.

Laut Agentur CTK hatten zwei Touristen eines Ausflugschiffs den Schauspieler am Samstag bewusstlos aus der Moldau gezogen und umgehend versucht, ihn wiederzubeleben.

Regisseur Jiri Madl sagte über seinen Freund im tschechischen Fernsehen CT: „Vor jedem neuen Dreh ging er auf die Karlsbrücke, um Kraft zu tanken, die Statuen zu berühren und um Glück zu bitten." Möglicherweise verlor der Schauspieler genau dabei den Halt und stürzte von der Brücke.

Wer die Karlsbrücke genauer kennt weiß, dass man schon sehr unglücklich fallen muss, um über die Steinmauer zu kippen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unglücksursache aufgenommen. Wie mit den Dreharbeiten weitergeht ist noch unklar.

Triska hatte nach seiner Emigration in die USA im Jahr 1977 in zahlreichen Hollywood-Filmen mitgespielt, unter anderem als Killer in „Larry Flynt - Die nackte Wahrheit" des Regisseurs Milos Forman. In dem für den Oscar nominierten Film "Die Volksschule" von 1991 hatte er sehr erfolgreich einen Lehrer mit eher unorthodoxen Methoden dargestellt.

Der Schauspieler war mit Karla Chadimova verheiratet, die in ihrer Zeit als Schauspielerin auch in deutschen Fernsehserien wie "Salto Mortale" mitgewirkt hatte. Jan Triska wurde 80 Jahre alt und hinterlässt zwei Töchter. (HH)

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