Schauspieler Karlheinz Hackl ist tot

Schauspieler Karlheinz Hackl starb am Sonntag im Alter von 65 Jahren an Krebs. Der Theater- und TV-Mime hatten sich zuvor nach einem Gehirntumor im Jahr 2003 zurückgekämpft.

Der Publikumsliebling starb friedlich im Kreis seiner Familie in Wien, teilte seine Ehefrau mit. Hackl hatte erst am 16. Mai seinen 65. Geburtstag gefeiert. Der Schauspieler war 2012 mit dem ausgezeichnet worden.

Nachdem 2003 ein Gehirntumor diagnostiziert worden war, kehrte Hackl zurück auf die Bühne. Seine Krebserkrankung und den langen für alle Beteiligten, vor allem aber für Hackls Ehefrau Maria Köstlinger quälenden Genesungsprozess beschrieb er offen in seinem 2009 erschienenem Buch "Meine zwei Leben - Ein ziemliches Theater". Er überraschte mit der Gründung der Partei "Soziale Kultur Österreichs" (SKÖ) und nannte vor einigen Jahren ein Soloprogramm "Den Wurschtl kann kana daschlogn".

Im Frühjahr vergangenen Jahres wurde sein neues Programm "Mei Lebn - Karlheinz Hackl singt Georg Danzer" nur wenige Tage nach der Premiere jäh von einem neuerlichen Zusammenbruch unterbrochen. Dem folgte eine .

Erfolge im TV, Theater, Musical und Kabarett

Seine steile Theaterkarriere begann er 1972/73 am Wiener Theater Die Courage, 1978 wurde er bereits Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Hier avancierte er zum Publikumsliebling und war unter anderem als Demetrius in Shakespeares "Sommernachtstraum", als Karl Moor in Schillers "Die Räuber", als Alfred in Horvaths "Geschichten aus dem Wienerwald", als Molnars "Liliom" und Osbornes "Entertainer" zu sehen.

Bei den Salzburger Festspielen spielte der Kammerschauspieler, der auch am Wiener Reinhardt-Seminar unterrichtete, unter anderem 1991 die Titelrolle in "Der Schwierige" oder 2012 den Doktor von Aigner in Schnitzlers "Das weite Land".

Musicalerfolge feierte Hackl u.a. als Partner von Frank Hoffmann im "Käfig voller Narren" sowie als "Mann von La Mancha" an der Wiener Volksoper. 1988 feierte Hackl am Volkstheater mit Neil Simons "Brooklyn Memoiren" sein Regiedebüt. Danach inszenierte er u.a. Ibsens "Nora", Shakespeares "Romeo und Julia", Feydeaus "Ein Floh im Ohr", Raimunds "Verschwender" und Nestroys "Der Färber und sein Zwillingsbruder". Neben seiner Bühnentätigkeit wirkte Hackl in zahlreichen TV- und Filmproduktionen mit.

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