Für Schauspieler können intime Szenen eine echte Herausforderung sein. Doch während früher schon mal ein Schnaps für mehr Lockerheit sorgen sollte, gelten heute ganz andere Regeln.
"Als ich angefangen habe zu drehen, war der Umgang mit Intimszenen ganz anders. Da hat man vorher einen Schnaps bekommen, um sich ein bisschen lockerer zu machen, und dann wurde gefilmt", gesteht Paula Kalenberg (39).
Wie die Schauspielerin laut TAG24 verrät, sei heute dagegen möglich, eigene Grenzen klar zu kommunizieren. Bei den Dreharbeiten zu ihrer neuen Serie "Friends, Sex and Games" habe eine Intimacy-Koordinatorin dafür gesorgt, dass sich das Ensemble sicher fühle.
In der Amazon-Prime-Serie wagt eine Freundesgruppe mit vier Paaren ein gewagtes Spiel: Eine Nacht mit demjenigen, dessen Schlüssel man zieht - ohne Verpflichtungen, ohne Gefühle. Zwischen Lust, Eifersucht und verborgenen Sehnsüchten stellt sich jeder die Frage: Was macht mich wirklich glücklich?
Kalenberg sieht in der Serie einen wichtigen Aspekt: "Man kann sich ein absolut glückliches Leben aufgebaut haben und gleichzeitig feststellen, dass es da vielleicht noch eine Version von einem selbst gibt, die man noch entdecken möchte."
Auch Schauspieler Fridolin Sandmeyer (39) sieht in dem Beziehungsexperiment Chancen, aber ebenso Risiken. Bei der Frage nach dem richtigen Liebesmodell plädiert er für mehr Offenheit: Monogamie sei eine Möglichkeit, aber nicht die einzig richtige.
"Jeder soll lieben, wen und wie er will", stellt der Schauspieler klar. Wichtig sei, dass alle Beteiligten mit dem gewählten Modell einverstanden seien.