Wie schnell genau der Magnus Brunner mit seinem Dienstwagen – ein BMW 7 – unterwegs war, damit hält sich das Finanzministerium selbst auf Nachfrage bedeckt. Fest steht: Es waren mehr als 50 km/h über dem erlaubten 80er-Tempolimit, also mindestens 130 Stundenkilometer. Seinen Führerschein ist er seit jenem verhängnisvollen Dreikönigstag also vier Wochen los.
Laut "Vorarlberger Nachrichten" endete die Raserei auf der Rheintalautobahn (A14) im Bereich des Knotens Dornbirn-Süd, wo er von einer Zivilstreife angehalten wurde. Bei Niederschlag gelten dort eben 80 km/h. Doch was könnte den Finanzminister an einem Feiertag, noch dazu an einem Wochenende und in seiner Heimat, überhaupt dazu bewegt haben, bei Nässe derart tief ins Gas zu steigen?
Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, war der Grund einer seiner drei Söhne. Diesen chauffierte der Minister zu den Tennis-Landesmeisterschaften. Ob das Papa-Sohn-Gespann spät dran war, ist nicht bekannt. Jedenfalls dürften sie es auch ungeplanten Zwischenhalt noch rechtzeitig geschafft haben – denn sein Spross entschied die Meisterschaft für sich. So gibt es also doch noch ein kleines Happy End.