Über 100 Beteiligte

"Scherz" von Kindern löste Riesen-Einsatz aus

Über den Notruf schilderten Kinder glaubhaft, ein Mann sei in die Raab gestürzt. Tags darauf nahm die dramatische Suchaktion ein abruptes Ende.
Newsdesk Heute
16.11.2023, 19:43
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Wie berichtet, kam es am Mittwoch zu einer großangelegten Suchaktion, nachdem ein Mann in die Raab gestürzt sein soll. Kurz nach 14 Uhr wurde die Polizei via Notruf darüber informiert. Der Mann soll ersten Erkenntnissen zufolge ausgerutscht und im Wasser abgetrieben sein. Diese Wahrnehmung teilten Jugendliche mit.

Seither suchten zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Rettung, Feuerwehr und Wasserrettung nach der Person. Neben mehreren Polizeistreifen standen aus dem Bereichsfeuerwehrverband (BFV) Feldbach auch sieben Feuerwehren mit rund 100 Kräften im Einsatz.

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Detailgenaue Schilderungen

Auch am Donnerstag dauerte der Einsatz ein, zudem wurden neue Details bekannt. Zwei Kinder hatten über einen Betreuer Alarm geschlagen, nachdem sie ihren eigenen und übereinstimmenden Angaben zufolge einen Mann ins Wasser stürzen sahen. Dieser soll lediglich mit einer Unterhose bekleidet gewesen und auf einem in die Raab ragenden Betonsockel ausgerutscht sein.

In der Folge soll er auf den Hinterkopf gestürzt und im Wasser abgetrieben worden sein. Auch Kleidungsstücke sowie ein Zelt wurden am Flussufer der Raab sichergestellt, was die Angaben der Kinder vorerst untermauerte und erste Hinweise auf eine unterstandslose Person lieferte.

Böser Scherz

Der nach wie vor ausbleibende Fahndungserfolg der eingesetzten Suchmannschaften samt Tauchern, führte am Donnerstagnachmittag zu neuerlichen und intensiven Einzelbefragungen der Gruppe von Kindern im Alter von acht bis zehn Jahren. Dabei verstrickten sich die Unmündigen immer mehr in Widersprüchen.

Letztlich gestanden die Kinder, den Sturz des Mannes in die Raab frei erfunden zu haben. Als Grund dafür gaben sie an, dass sie sich einen "Scherz" gegenüber ihrem Betreuer erlauben wollten.

Die Ermittlungen in dieser Angelegenheit dauern noch an. Die Landespolizeidirektion (LPD) Steiermark weist unterdessen eindringlich auf die Kostenersatzpflicht bei "falschen Notmeldungen" hin. Eine Überprüfung derartiger Ansprüche wird im konkreten Fall eingeleitet.

{title && {title} } red, {title && {title} } 16.11.2023, 19:43
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