Wien

Schichtwechsel in "Isolations-Camp" der Wiener Linien

Am 2. April zog nun ein zweites Team der Wiener Linien in die Leitstelle ein, um den Öffi-Betrieb aufrecht zu erhalten. 
Thomas Peterthalner
04.04.2022, 13:04

Sieben Tage kein echter Kontakt zur Außenwelt: Samstag kam das zweite Isolations-Team in die Leitstelle der Wiener Linien in Erdberg (Wien-Landstraße). Bis 9. April bleibt die Gruppe unter sich, hält den Öffi-Betrieb in der Pandemie am Laufen. Der erste Schichtwechsel im "Isolations-Camp" der Öffis verlief reibungslos. "Die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen ist wunderbar – so wie auch sonst", erklärt Mitarbeiterin Martina P. "Wir werden gut versorgt und wissen, dass dieser Schritt in die Isolation notwendig war, um den Öffi-Verkehr in Wien aufrechtzuerhalten."

Frische Luft trotz Isolation

Es gibt zwei Küchen, zwei Schlafräume und selbstverständlich auch sanitäre Einrichtungen mit Duschen. Auch ein Außenbereich steht dem Team aus sieben Mitarbeiterinnnen und Mitarbeitern zur Verfügung. In die Betriebsleitstelle haben nur die isolierten Team-Mitglieder Zugang. Der Arbeitsplatz ist also strikt von den restlichen Beschäftigten abgetrennt. "Wir sind ein kleines, aber wichtiges Team bei den Wiener Linien. Denn ohne Leitstelle funktioniert nichts. Wir erfahren deshalb auch von unseren Familien viel Verständnis für den notwendigen Schritt", so Mitarbeiter Dejan B.

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Psychologische Vorbereitung

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich freiwillig zu diesem Schritt bereit erklärt und wurden psychologisch darauf vorbereitet. "Die Betriebsleitstelle ist das Herz der Öffis. Die Kolleginnen und Kollegen sorgen im Schichtbetrieb 365 Tage im Jahr dafür, dass bei U-Bahn, Bus und Bim alles glatt läuft. An dieser Stelle möchte ich mich schon jetzt beim Team der Leitstelle bedanken, dass sie sich in dieser herausfordernden Zeit bereit erklären, Wien mobil zu halten", so Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.

Kritische Infrastruktur

Als Teil der kritischen Infrastruktur bereiten sich die Wiener Linien intensiv auf alle Szenarien der Pandemie vor. Seit Februar 2020 koordiniert der unternehmensinterne Einsatzstab alle Maßnahmen, setzt sich mit der Situation auseinander und erweitert laufend das Präventionskonzept. Das erklärte Ziel der Wiener Linien ist es, den Fahrbetrieb auch bei erhöhten Personalausfällen aufrechtzuerhalten.