Polizeipräsident Gerhard Pürstel hat am Montag bekannt gegeben, dass jener Räuber, der einen Supermarkt in Penzing überfallen hat, einen mutmaßlichen Komplizen hatte, der ihn zu dem Tatort gebracht hatte. Jetzt sind bei der ersten Einvernahme weitere Details bekannt geworden.
Polizeipräsident Gerhard Pürstel hat am Montag bekannt gegeben, dass jener Räuber, der einen Supermarkt in Penzing überfallen hat, Jetzt sind bei der ersten Einvernahme weitere Details bekannt geworden.
- er schoss auf die beiden jungen Polizisten, die zum Einsatzort gekommen waren - einer wurde lebensgefährlich verletzt, der zweite musste notoperiert werden.
Pürstel gab am Montag bekannt, dass ein zweiter, vermutlicher Mittäter in Haft sei. Der 63-Jährige habe den Täter zum Tatort gefahren - mit einem Carsharing-Auto, und danach in einem Lokal auf ihn gewartet. In einer ersten Einvernahme gab der Mann an, dass der sich "nichts dabei gedacht" hatte, als er seinen Freund zu dem Tatort brachte. Er hätte ihn davor schon öfter mit dem Auto chauffiert - sei es zum Einkaufen, oder zu Freunden, wie Klaus Eidenberger von der Wiener Polizei bekannt gab.
Als die Beamten auf seine Spur kamen, fanden sie den beschäftigungslosen Mann in der gemeinsamen Wohnung, die er mit dem 49-jährigen Schützen im ersten Bezirk bewohnte. Die Wohnung nahe des Rudolfsparks war auf den zweiten Tatverdächtigen geschrieben. Als die Cobra-Beamten die Wohnung stürmten, lag der Mann im Bett und zielte mit einer Waffe auf die Polizisten. Sie wurde ihm abgenommen, nachdem sich der 63-Jährige nach mehrfacher Aufforderung weigerte, sie abzulegen. Dann verhafteten die Cobra-Beamten den Mann.
In der Wohnung stellten die Beamten weitere Waffen sicher - auf dem Küchentisch lagen vier Schusswaffen, darunter eine antike Muskete, zwei Gaspistolen, eine Leuchtpistole sowie sechs Messer und diverse Munition. Zudem wurden vier Granaten mit Zünder und Schwarzpulver in der Wohnung entdeckt. Der 63-Jährige ist amtsbekannt, aber als Gewalttäter noch nicht in Erscheinung getreten. Er behauptete, das teilweise antike Kriegsmaterial „zu sammeln“. Jetzt wurde die U-Haft über ihn verhängt.
Obduktionsbericht
Inzwischen liegt ein erstes Obduktionsergebnis von der WEGA erschossenen Räubers vor. Demnach ist er an mehreren Schussverletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich gestorben.