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Monate auf Boot verschollen – nun spricht Australier

Drei Monate lang trieb ein Australier mit seinem Hund in seinem Schiff auf offener See - dann wurden die beiden zufällig entdeckt.

Heute Redaktion
Seit April galten der Australier Tim Shaddock und sein Hund als vermisst. Nun wurden die beiden zufällig gefunden. 
Seit April galten der Australier Tim Shaddock und sein Hund als vermisst. Nun wurden die beiden zufällig gefunden. 
HANDOUT / AFP / picturedesk.com

Jeden Tag Regenwasser und rohen Fisch: Mit Hilfe dieser etwas einseitigen Diät haben ein Australier in Seenot und sein Hund rund zwei Monate im Pazifik überlebt, bevor sie gerettet werden konnten.

"Ich habe nur eine Angelausrüstung", sagte Tim Shaddock als erstes einem seiner Retter in einem Video, das von dem australischen Fernsehsender 9News veröffentlicht wurde. Die Retter sind zunächst noch skeptisch und fragen den Schiffbrüchigen, ob er Drogen oder Waffen bei sich führe. Dieser verneint, händigt ihnen aber sein Messer aus.

Zufällig von Helikopter gefunden

Der 51-jährige Australier und sein Hund Bella waren demnach im April von der mexikanischen Küstenstadt La Paz zu einer rund 6000 Kilometer langen Reise nach Französisch-Polynesien aufgebrochen. Doch schon nach kurzer Zeit wurden der Katamaran bei rauem Seegang beschädigt und seine Elektronik lahmgelegt. Das Boot trieb mit seinen beiden Insassen manövrierunfähig durch den Pazifik.

In einer spektakulären Rettungsaktion wurden Shaddock und Bella schließlich von einem mexikanischen Trawler aus dem Meer geholt, dessen Besatzung mit einem einem kleinen Helikopter Ausschau nach Thunfisch-Schwärmen hielt. Der 51-Jährige mit dem struppigen Bart war deutlich abgemagert, aber bei klarem Verstand.

"Habe nicht geglaubt, dass ich es schaffe"

Er habe eine ziemliche "Tortur" hinter sich, sagte er seinen Rettern in einem zweiten Video: "Ich bin einfach so dankbar. Ich bin am Leben und ich habe wirklich nicht geglaubt, dass ich es schaffen würde". Inzwischen sind Shaddock und Bella wieder in Mexiko an Land, von wo aus sie im April zu der Pazifiküberquerung aufgebrochen waren und wo der 54-Jährige die Straßenhündin adoptiert hatte.

"Ich musste schon kämpfen, gesundheitlich ging es mir eine Weile ziemlich schlecht. Ich war ziemlich hungrig und hätte nicht gedacht, dass ich den Sturm überleben würde, aber jetzt geht es mir wirklich gut." Zwar liebe er es, alleine auf dem Meer zu sein, auf die Frage ob er bald wieder in See stechen werde antwortete er aber: "Wahrscheinlich nicht".

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    Picturedesk; "Heute"-Collage