"Achtung: Potenziell gefährliche Quallen" und "Vorsicht vor herabfallenden Steinen" steht auf den Schildern, die an den Ufern des Strandes von Manacor auf Mallorca angebracht sind. Für Urlauber scheint dies ein ernst gemeinter Warnhinweis zu sein, insbesondere während der Hauptreisezeit.
Der Ursprung dieser Verbotsschilder hat jedoch nichts mit den spanischen Behörden oder den Rettungsschwimmern zu tun: Laut Berichten wurden sie von Mitgliedern der als Caterva bekannten antikapitalistischen Aktivistengruppe heimlich an verschiedenen Stränden der beliebten Ferieninsel angebracht, wie RTL schreibt.
Die Schilder zielen anscheinend nur auf Touristen ab: Das Verbot selbst und seine Begründung werden auf den Schildern in englischer Sprache kommuniziert. Eine differenziertere Erklärung wird ausschließlich auf Katalanisch gegeben – einer Sprache, die die wenigsten Touristen verstehen. Dort heißt es, dass keine wirkliche Gefahr bestehe und das Schwimmen ungefährlich sei.
In einer Pressemitteilung erklären die politisch engagierten Aktivisten, dass ihr Ziel darin besteht, der "Aneignung der Strände" durch Touristen entgegenzuwirken. Denn die Tausenden Touristen, die jedes Jahr vor allem für Partyferien auf die Insel strömen, sind ihnen ein Dorn im Auge. Nach Angaben der "Mallorca Zeitung" sind diese Schilder der Versuch, diese Sichtweise auf spielerische Weise zu vermitteln. Ob sich die Touristen über diese Gefahrenhinweise amüsieren, bleibt jedoch ungewiss.