Schimmel in Badeente: Kind erblindet beinahe

Der Schimmel in einer Badeente wäre einem Zweijährigen beinahe zum Verhängnis geworden.
Der Schimmel in einer Badeente wäre einem Zweijährigen beinahe zum Verhängnis geworden.picturedesk.com
Nach dem Baden schwellen einem 2-Jährigen beide Augen an. Der Grund ist eine bakterielle Infektion, ausgelöst durch Schimmel in seinem Spielzeug.

Wie verheerend Bakterien und Schimmel in Spielzeug von Kindern sein kann, zeigt ein aktueller Fall aus den USA: Vor ein paar Monaten hatte der zweijährige Baylor Strong plötzlich rote Augen. Im Laufe des Tages verschlimmerte sich die Rötung. Die Augentropfen vom Kinderarzt halfen nicht. Am nächsten Morgen waren die Augen des kleinen Junge auf das Doppelte angeschwollen und selbst seine Wangen deutlich gerötet. In der Notaufnahme wurde dann eine bakterielle Infektion festgestellt.

Auslöser für die starke Entzündung, an der der Junge zu erblinden drohte, waren Bakterien und Schimmelpartikel im Inneren einer Badeente. Mit diesem Quietscheentchen hatte sich der Junge beim Spielen Wasser in die Augen gespritzt.

Schimmel mit bloßem Auge nicht zu erkennen

Jetzt möchte seine Mama Eden Strong andere Mütter mit ihrem Facebook-Posting warnen. Denn die Bakterien und Schimmelpartikel hatten sich im Inneren des Badespielzeugs angesammelt, obwohl sie die Entchen regelmäßig ausdrücke und säubere. Der Schimmel sei mit bloßem Auge nicht zu erkennen gewesen. "Schmeißt das Badespielzeug raus! Ihr könnt es nicht richtig reinigen. Ich kann euch keine schimmeligen Bilder zeigen, weil die Bakterien nie sichtbar waren", schreibt sie in ihrer Warnung.

Nach einer Behandlung mit Antibiotika geht es Baylor mittlerweile wieder besser. Erst beim nächsten Krankenhaus-Besuch wird deutlich, dass eine bakterielle Infektion Schuld an der schweren Entzündung ist. "Gott sei Dank hat er sein Augenlicht nicht verloren", so Strong.

In der Badeente lauern üble Keime

Schon im Jahr 2018 warnten Wissenschaftlern vor dem "Innenleben" von Badespielzeug. In einer Studie hatten die Wissenschaftler der ETH Zürich und der Universität von Illinois benutzte Spielsachen aufgeschnitten und untersuchten auf der Innenwand die dort angesiedelten Bakterien und Pilze. Das Ergebnis sei "nicht appetitlich", heißt es in der Studie, die in der Zeitschrift "Biofilms and Microbiomes" erschien. Demnach befinden sich zwischen fünf Millionen und 75 Millionen Zellen pro Quadratzentimeter auf solchen Plastiktierchen.

Aufgrund des Ergebnisses raten die Forscher zwar nicht dazu, die Gummitierchen aus dem Badezimmer zu verbannen. Plädieren aber auch nicht dafür, die Löcher einfach zu stopfen. Ihr Rat: Die Badetiere regelmäßig auskochen - auch wenn sich dadurch die Lebensdauer des Spielzeugs verringern kann.

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