Schimmel in Wohnung: Mutter (35) verzweifelt

Karin Novak und andere Mieter leiden in Amstetten-Greinsfurth unter Schimmel. Sie fühlen sich von der Genossenschaft vernachlässigt, der Schimmel werde nur übermalt.
Bis zu 26 Wohnungen sollen in einer Genossenschaftssiedlung in Amstetten-Greinsfurth von Schimmel befallen sein. Karin Novak, Mutter einer 9-jährigen Tochter, lebt seit Jahren dort, fühlt sich im Stich gelassen. „Ich habe viel versucht, es kam auch ein Verantwortlicher. Als einzige Maßnahme wurde über die betroffenen Stellen gemalt", so die 35-Jährige.

Drei Mieter bekamen sogar Messgeräte für die Luftfeuchtigkeit, um optimal lüften zu können. Aber umsonst: Die Geräte zeigten immer wieder an, dass alles in Ordnung sei. "Falsches Lüften ist es nicht", so Nowak.

Der Schimmel breitete sich weiter aus, Karin Novak wandte sich an die Facebook-Plattform „Muss das sein, liebes Amstetten", ein weiteres Treffen mit den Verantwortlichen verlief indes erfolglos.

Jetzt weiterer Termin

Wolfgang Liebl von der Genossenschaft: „Unverzüglich nach Eingang der Meldung durch die Mieterin im Jänner haben wir eine Fachfirma mit der Begutachtung und Erstellung eines Sanierungsvorschlages beauftragt sowie der Mieterin ein Raumklimamessgerät zur eigenen Überprüfung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur in der Wohnung zur Verfügung gestellt. Nach Aussage der Fachfirma wollte die Mieterin eine Besichtigung erst dann, wenn die Angelegenheit mit einem Bekannten abgeklärt sei – was dieser genau klären sollte, wurde uns nicht mitgeteilt. Wir haben dann die Mieterin zu einem Gespräch in unserem Haus eingeladen. Zu diesem Gespräch ist ein Betreiber einer Facebook-Seite (Anm.: Jürgen Wahl) mitgekommen. In dieser Situation war ein sachliches Gespräch leider nicht möglich, und wir haben die Mieterin um nochmalige und alleinige Kontaktaufnahme ersucht. Das ist leider nicht erfolgt."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Aber: Mittlerweile wurde ein weitere Termin vereinbart, Karin Nowak hofft: "Man müsste sich alles genau anschauen, vom Dach bis zum Keller. Und auch hinter der Fassade. Denn mittlerweile ist es unerträglich und mühsam", so die alleinerziehende Mutter. Laut der 35-Jährigen wären bereits einige Mieter aus den Schimmelwohnungen ausgezogen. "Ein Mieter bekam die Kaution nicht zurück. Der Grund fürs Einbehalten der Kaution von 2.500 Euro war Schimmel in der Wohnung", so Novak. "Das stimmt sicher nicht", entgegnet Liebl. Karin Novak sagt weiters: "Ohne die Facebook-Initiative wäre vermutlich weiterhin nichts passiert."



Übrigens: Die Wohnungen sind nicht alt, sie wurden in den 90er-Jahren und weitere Apartments später errichtet. (Lie)

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