In der 38. Minute wurde der Test zwischen der Vienna und Blau-Weiß Linz abgebrochen. Die Oberösterreicher führten 2:0 gegen den Regionalligisten, dann nahm sich der Schiedsrichter ein wenig zu wichtig.
Daniel Luxbacher und Fabio Strauss standen sich gegenüber, eine kleine Rempelei führte zu zwei roten Karten. Beide Teams intervenierten bei Referee Safak Barmaksiz, wollten die Ausschlüsse nicht akzeptieren.
"Für mich war es eigentlich nicht viel. Wir sind uns gegenüber gestanden und haben ein paar Worte ausgetauscht. Ich habe mich losgerissen und Daniel hat mir einen Rempler gegeben und mich weggeschubst. Mehr war es nicht", sagt Strauss bei Laola 1.
Weil der Schiri stur blieb, traten beide Teams in gemeinsamer Absprache ab. "So etwas habe ich 35 Jahren Fußball noch nicht erlebt", ärgert sich Linz-Sportdirektor Tino Wawra.
Als der Schiedsrichter das Stadion verlassen hatte, wurde die Partie als Trainingsspiel fortgesetzt: "Der Co-Trainer der Vienna hat weitergepfiffen und es gab bis zum Schluss, wie auch vor den Ausschlüssen, kein einziges Problem. Alles war friedlich", so Wawra.
Der Linzer ärgert sich: "Ich habe danach versucht, mit dem Schiedsrichter am Telefon zu sprechen. Aber ich bekam nur arrogante und pampige Antworten, er hat mich eigentlich nur blöd angemacht. Er hat im Spielbericht notiert, dass er unseren Cheftrainer Gerald Scheiblehner ausgeschlossen hat, der aber zu dem Zeitpunkt zu Hause in Quarantäne saß. Ich glaube, das sagt schon viel..."