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Schiri-Skandal hinterlässt Spieler und Fans fassungslos

"Game, Set and Match", beendet der Schiedsrichter die Partie. Dann geht es plötzlich doch noch weiter, der vermeintliche Sieger kassiert eine Pleite.
Sebastian Klein
06.04.2022, 17:13

So etwas hat die Tennis-Welt wohl noch nie gesehen. Beim ATP-Turnier in Houston jubelt Steven Diez in der Qualifikation bereits über seinen Zwei-Satz-Sieg. Er gewinnt 6:4, 6:4. Der Schiedsrichter Adel Borghei bestätigt das mit dem obligatorischen "Game, Set and Match – Diez".

Bis er es sich anders überlegt.

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Die Partie geht weiter, der vermeintlich unterlegene Gijs Brouwer geht doch noch mit 6:4, 5:7, 2:6 als Sieger vom Platz.

Wie konnte das passieren?

Diez kann sich das selbst nicht so richtig erklären. Die Nummer 292 der Weltrangliste verschafft dem Ärger über das Erlebte in den sozialen Medien Luft. Er sagt: "Wie man im Video sehen kann, habe ich das Match mit einem Passierschlag gewonnen." Borghei steht auf, sucht nach dem Abdruck.

Diez schildert: "Nachdem ich gefeiert hatte und meinem Gegner die Hand schütteln wollte, beschloss der Schiedsrichter, die Markierung zu überprüfen, als das Spiel eindeutig vorbei und es viel zu spät war, den Ball zu markieren. Das war sein erster großer Fehler."

Der erboste Tennis-Spieler weiter: "Der zweite Fehler war, dass er einen Ball markiert, der buchstäblich einen Meter von der echten Markierung entfernt war. Er fragt den Linienrichter, ob er die Markierung hat. Der Linienrichter zeigt eindeutig auf die Markierung und trotzdem bleibt er bei seiner falschen Markierung."

Das Videomaterial der Partie scheint die Darstellung des Spielers zu unterstützen. Eine Erklärung für das Verhalten des Schiedsrichters ist nicht klar auszumachen. Diez abschließend: "Heute ist etwas mit mir passiert, das sich nur schwer in Worte fassen lässt."

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