Fussball

Schiri wusste von Laser-Attacke, milde Strafe von UEFA

Kasper Schmeichel informierte den Schiedsrichter über die Laserpointer-Attacke im EM-Halbfinale, doch der griff nicht ein. 
20 Minuten
10.07.2021, 13:33

Im EM-Halbfinale zwischen Dänemark und England kam es zu einer Laserpointer-Attacke auf Goalie Kasper Schmeichel. In TV-Aufnahmen ist zu sehen, wie der Leicester-Tormann beim entscheidenden Elfer von Harry Kane geblendet wird. Trotzdem konnte Schmeichel den Ball zuerst parieren, erst im Nachschuss konnte Kane die Kugel im Tor versenken.

Nun sagte der Goalie in einem Interview, dass der niederländische Schiri Danny Makkelie schon während des Spiels von der Laserpointer-Attacke wusste. Schmeichel: "Ich habe dem Schiri vom Laserpointer erzählt, er meinte dann zu mir, dass er zu den Offiziellen geht und es abklärt. Besonders in der zweiten Hälfte habe ich den Laserpointer wahrgenommen."

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Schmeichel gab jedoch auch zu, dass er bei der spielentscheidenden Szene den Laserpointer nicht bemerkte. "Ich habe es beim Elfmeter nicht wahrgenommen." Trotzdem: Die britische Polizei hat Ermittlungen wegen der Attacke aufgenommen. Die britische Staatssekretärin Susan Williams bezeichnete den Vorfall als "abscheulich".

Die UEFA hatte zuvor ein Disziplinarverfahren gegen den englischen Verband FA eingeleitet. Neben der Verwendung des Laserpointers durch Zuschauerinnen und Zuschauer werde auch wegen Störungen durch Fans während des Abspielens der dänischen Nationalhymne und wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern ermittelt, teilte der Verband am Donnerstag mit.

Milde Geldstrafe für England

Am Samstag wurde die Strafe bekannt. Der englische Verband FA ist nach dem Fehlverhalten einiger Fans im Halbfinale der Fußball-EM gegen Dänemark mit einer eher milden Strafe davongekommen. Die Europäische Fussball-Union UEFA verhängte am Samstag eine Geldstrafe in Höhe von 30 000 Euro.