Carlos Alcaraz kämpft um sein Comeback. Der spanische Tennisstar kann sein verletztes rechtes Handgelenk nach wie vor nicht voll belasten – selbst beim Training schlägt der 23-Jährige derzeit nur mit einem unbesaiteten Schläger. Ein Ball ist noch nicht im Spiel.
Seit Mitte April hat Alcaraz kein Turnier mehr bestritten. Damals musste er sein Heimturnier in Barcelona wegen anhaltender Schmerzen im Handgelenk aufgeben. Schnell wurde klar, dass die Verletzung schwerer ist als zunächst befürchtet. Auch die Titelverteidigung bei den French Open und Wimbledon verpasste der siebenfache Grand-Slam-Sieger.
Für Tennis-Legende Boris Becker ist die Situation besorgniserregend. "Wenn er Mitte Juli noch nicht mal einen Ball sachte schlagen kann - ob das mit Cincinnati und den US Open was wird? Ich bezweifle es", sagte Becker in seinem Podcast mit Andrea Petkovic.
Auch Jannik Sinner, die Nummer 1 der Tennis-Welt, hofft auf eine rasche Rückkehr seines größten Rivalen. Nach seinem Wimbledon-Triumph erklärte der Südtiroler: "Wir hoffen, dass Carlos zurückkehrt, das Tennis braucht ihn."
Alcaraz selbst zeigt sich vorsichtig optimistisch. Zuletzt veröffentlichte er ein Video seiner Reha-Übungen und schrieb dazu: "Auf dem richtigen Weg." Fest steht, dass das Masters in Montreal Anfang August für ihn zu früh kommt.
Als realistisches Ziel gelten nun die Cincinnati Open Mitte August. Gelingt dort die Rückkehr, wäre auch ein Start bei den US Open in New York noch möglich. Ob das tatsächlich gelingt, bleibt jedoch offen.
Während Alcaraz pausieren muss, hat sich die Weltrangliste verändert. Alexander Zverev zog mit seinem Paris-Triumph und dem starken Lauf bis ins Wimbledon-Finale an dem Spanier vorbei, Alcaraz ist nur noch die Nummer drei der Welt.
Die mögliche Rückkehr des Spaniers könnte das Rennen an der Spitze aber schon bald wieder völlig neu entfachen.