Wirklich teuer zu stehen kommen einem 28-jährigen Hitzkopf aus NÖ jetzt seine Wutausbrüche: Der Vater eines kleinen Kindes hatte einem Mann das Jochbein drei Mal gebrochen, wurde dafür im September zu einer teilbedingten Haftstrafe und zur Zahlung von 1.000 Euro Schmerzensgeld verdonnert.
Der Kosovare durfte trotz Fußfessel weiterhin in seiner Firma tätig sein, nur auf die Zahlung der 1.000 Euro dürfte er „vergessen“ haben. Das Opfer machte seinen Anspruch schließlich über das zuständige Bezirksgericht geltend, eine Gehaltsexekution folgte.
Daraufhin soll der Arbeiter, aus Angst, die Exekution könnte doch zu viel sein für seinen Chef, wieder in die Luft gegangen sein: Er soll dem Opfer laut Anklage via Telefon gedroht haben, dessen Kinder abzuschlachten. Der Bedrohte ging erneut zur Polizei und erstattete Anzeige.
Vor Gericht wegen schwerer Erpressung am Montag in Wiener Neustadt zeigte sich der Angeklagte lammfromm: „Ich wollte ja nur wissen, wohin ich das Geld überweisen sollte. Ich habe den Mann wohl beschimpft, aber nicht bedroht.“
Die Richterin kannte mit dem mehrfach vorbestraften 28-Jährigen überhaupt kein Pardon: Drei Jahre Haft (nicht rechtskräftig).