Teils sehr überraschende Ergebnisse liefert die am heutigen Freitag präsentierte Jugendstudie im Auftrag von Bildungslandesrat Thomas Stelzer: Die meisten Jungen in OÖ blicken optimistisch in die Zukunft. In der Freizeit am wichtigsten: Freunde, Familie, Schlafen, Internet. Erst auf Platz 8 kommt Partys feiern. Am meisten Angst machen Terror und Krieg.
Teils sehr überraschende Ergebnisse liefert die am heutigen Freitag präsentierte IMAS-Jugendstudie im Auftrag von Bildungslandesrat Thomas Stelzer: Die meisten Jungen in OÖ blicken optimistisch in die Zukunft. In der Freizeit am wichtigsten: Freunde, Familie, Schlafen, Internet. Erst auf Platz 8 kommt Partys feiern. Am meisten Angst machen Terror und Krieg.
Satte 57 Prozent der befragten 14-25-Jährigen blicken mit Zuversicht in die nähere Zukunft. Zum Vergleich: Bei der Gesamtbevölkerung sind es nur 34 Prozent. 22 Prozent sind skeptisch, 19 blicken mit Sorge den kommenden Monaten entgegen. 87 Prozent der Jugendlichen sind mit ihrer Lebenssituation "sehr zufrieden" (41 %) oder "zufrieden" (46 %).
Party vor Partner
Interessant sind die Ergebnisse beim Freizeitverhalten. Ganz vorne bei den "Lieblingsbeschäftigungen" liegen "Freunde, Verwandte besuchen", Musik hören, ausschlafen, faulenzen und Internet surfen. Erst auf Platz 8 kommt beispielsweise "Partys feiern", dahinter "Sport betreiben". Noch weiter hinten folgt: "Mit dem Partner, der Partnerin etwas unternehmen".
Die wichtigsten Ziele der jungen Oberösterreicher: Gute Freunde und Bekannte zu haben, ein harmonisches Familienleben, Gesundheit, eine gute Ausbildung und soziale Sicherheit. "Unsere jungen Menschen haben eine ausgewogene Mischung an Werten, die Lebenslust genauso wie Verantwortung für die eigene Zukunft repräsentieren", so Bildungslandesrat Stelzer.
Angst vor Terror
Am meisten Angst haben die Jugendlichen vor Terrorismus und Krieg, bzw. vor einer Überforderung des Sozial- und Pensionssystems. Ebenso Grund für Sorgen: Umweltverschmutzung, Klimawandel, steigende Armut. Erst dann kommt der Punkt "Zuwanderung". Um ihren Job machen sich die Jugendlichen vergleichsweise wenig Sorgen. Stelzer: "Jugendliche reagieren sehr sensibel auf aktuelle Ereignisse des Weltgeschehens. Wir müssen diese Ängste ernst nehmen und alles tun um ein stabiles Europa zu gewährleisten".
Beim Thema Integration ist es den Jungen am wichtigsten, dass Zuwanderer Deutsch lernen. Fast jeder zweite ist der Meinung, dass Menschen nicht eingebürgert werden sollten, wenn sie nicht Deutsch lernen. 72 Prozent sind der Meinung, dass Zuwanderer gut Deutsch lernen sollen. Fast die Hälfte ist auch der Ansicht, dass die Menschen insgesamt toleranter miteinander umgehen sollten.
Details zur Studie:
Durchgeführt von IMAS International im Auftrag von LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer im Rahmen von persönlichen Interviews. Befragungszeitraum der insgesamt 906 oberösterreichischen Jugendlichen war von 10. März bis 29. April 2016.