Schlafwagen: Bande soll 28 Zuggäste bestohlen haben

Während die Zugpassagiere schlummerten, stiegen acht Männer bei Zwischenstopps in Fernzüge zu und schlugen blitzschnell zu.

Acht Männer (28 bis 67) aus Albanien, Bosnien, Kroatien, Italien und Rumänien sollen zumindest 28 Mal schlafende Passagiere in Nacht- und Fernzügen bestohlen haben. Dabei stahl die Bande Geld, Laptops, Handys, Kameras und Kredit- sowie Bankomatkarten. Ein Albaner ging mit einer gestohlenen Bankomatkarte direkt zum nächsten Geldautomaten und behob Bargeld.

Vor Gericht in St. Pölten zeigten sich die Angeklagten nicht geständig. Ein Obdachloser meinte: „Ich habe es gar nicht nötig zu stehlen, mein Neffe arbeitet bei Dolce & Gabana". Ein weiterer Angeklagter erklärte das sichergestellte Einbruchswerkzeug so: „Ich brauchte das zum Kratzen, ich hatte einen Gipsfuß und da litt ich unter starkem Juckreiz."

Der Albaner fasste 18 Monate teilbedingte Haft (6 Monate unbedingt) aus (Anm.: er konnte das Beheben vom Bankomaten wegen der Aufzeichnungen nicht bestreiten), der Rest der Bande bekannte sich nicht schuldig (es gilt die Unschuldsvermutung). Die Verhandlung wurde vertagt, die Videobänder vom Bahnhof wurden vom Richter angefordert. (Lie)

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