Nach intensiven Ermittlungen gelang es dem Landeskriminalamt Tirol einen Drogenring zu sprengen. Bereits im Frühjahr 2022 gelang die Tätergruppierung ins Visier der Beamten. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung konnten insgesamt 16 Beschuldigte ausfindig gemacht werden.
Im November und Dezember des Vorjahres kam es folglich zu 13 Hausdurchsuchungen und ebenso vielen Festnahmen. Die Verdächtigen waren überwiegend im Bezirk Kufstein (Tirol) wohnhaft. Allerdings wurden auch Hausdurchsuchungen bei Personen im Bezirk Innsbruck Land, in der Stadt Innsbruck und in Steyr (Oberösterreich) durchgeführt. Dabei konnten insgesamt rund 26 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von 260.000 Euro sichergestellt werden.
Die Gruppierung wird verdächtigt, insgesamt 32 Kilogramm Kokain und 100 Kilogramm Marihuana in den letzten zwei Jahren nach Österreich eingeführt und verkauft zu haben. Mehrere Mitglieder des kriminellen Netzwerks zeigt sich zu den Vorwürfen teilweise geständig.
Ein Teil der Gruppe war rein für die Einfuhr der Drogen ins österreichische Bundesgebiet zuständig. In weiterer Folge wurden von den Verdächtigen mehrere Personen als Verkäufer eingesetzt.
Laut den Ermittlern steht einer der Hauptbeschuldigten im Verdacht, gegen Schuldner und deren Familie schwere Drohungen ausgesprochen zu haben. Außerdem werden Mitglieder der Gruppe verdächtigt, für drei Einbrüche im Tiroler Unterland verantwortlich zu sein. Dabei sollen größere Geldsummen, Waffen, Gold und Schmuck mit einem Gesamtschaden von 50.000 Euro erbeutet worden sein.
"Bei den insgesamt 16 Beschuldigten handelt es sich um Männer im Alter von 19 bis 50 Jahren; vier mit albanischer, drei mit österreichischer, jeweils zwei mit türkischer, italienischer und nordmazedonischer sowie jeweils einer mit serbischer, bosnischer und kosovarischer Staatsbürgerschaft", schreibt die Tiroler Polizei in einer Aussendung.
Zwölf der 13 Mitglieder sitzen nach Anordnung der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Einer der Verdächtigen wurde auf freiem Fuß angezeigt. Nach drei weiteren Beschuldigten wird derzeit noch gefahndet.