Gesundheit

Schlampereien bei der Gäste-Registrierung

Falsche Namen sind nicht das Hauptproblem bei der coronabedingten Gäste-Erfassung in Restaurants. Meist wird gar nicht nach der Identität gefragt.
Florian Horcicka
11.10.2020, 16:56

In Wien müssen alle Gäste von Gastronomiebetrieben namentlich erfasst werden. Die Maßnahme soll bei Corona-Fällen die Nachverfolgung ermöglichen. Der "Heute"-Praxis-Test zeigt aber: Es herrscht Chaos und Schlamperei pur. Bei sechs Lokalbesuchen fand nur eine korrekte Registrierung statt.

Dem Personal sind die Gäste-Daten egal

Konkret: In einem beliebten Cafe in Wien-Währing gibt es überhaupt keinen Gäste-Check. Ein bekanntes Lokal in der Wiener Innenstadt mit großem Außenbereich wurde zwei Mal aufgesucht. Einmal wurde auf einen QR-Code zur Registrierung verwiesen. Kontrolliert wurde dies freilich nicht. Beim nächsten Besuch gab es erst gar keine Maßnahmen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ähnlich bei einem bei Pensionisten beliebten Cafe in einem großen Wiener Park: Formulare oder QR-Code – Fehlanzeige. Ein Hipster-Lokal in der Praterstraße bietet zwar QR-Codes zum Scannen mit dem Handy an, ob das auch passiert, interessiert das Personal freilich nicht.

Mustergültig an der Ringstraße

Positiv hingegen das Cafe Prückel an der Ringstraße: Hier gibt es schlichtweg keine Bedienung ohne vorher ausgefüllte Formulare.

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