Weltweit gehen am 25. März Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. Auch Wiens Schüler dürfen diesmal offiziell dabei sein. Das ermöglicht eine neue Verordnung der Bildungsdirektion. Diese erklärt den Klimastreik zur schulbezogenen Veranstaltung für alle Schulen.
Hintergrund: Laut Schulunterrichtsgesetz können Veranstaltungen, die nicht Schulveranstaltungen sind, von der Behörde zu schulbezogenen Veranstaltungen erklärt werden, wenn sie auf einem lehrplanmäßigen Unterricht aufbauen, der Erfüllung der Aufgaben der österreichischen Schule gemäß dienen, eine Gefährdung der Schüler nicht zu befürchten ist und mehr als eine Schule davon betroffen ist.
Als „schlechten Scherz“ bezeichnet der Bildungssprecher der Wiener FPÖ, Klubobmann Maximilian Krauss, die neue Verordnung und geht noch weiter: "Das bedeutet, dass alle Wiener Schüler von der rot-pinken Stadtregierung offiziell zum Schulschwänzen aufgefordert werden." In einer Aussendung fordert Krauss Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) auf, diesen "Unsinn sofort rückgängig zu machen".
Es brauche eine Klarstellung, dass die Schüler an diesem Tag selbstverständlich ihrer Unterrichtspflicht nachkommen müssen. "Die Schüler können gerne demonstrieren, aber nicht während der Unterrichtszeit, sondern während ihrer Freizeit am Nachmittag. Aber offenbar ist vielen dann das freie Wochenende wichtiger als ihre Klima-Demo", so Krauss. Die Bildungsdirektion war bislang für ein Statement nicht erreichbar.