Wirtschaft

Schlecker hat Insolvenzantrag eingereicht

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:40

Die deutsche Drogeriekette Schlecker hat am Montag bei Gericht einen Insolvenzantrag eingereicht. Damit ist nun die Pleite des Handelsriesen offiziell besiegelt. Österreichische Filialstandorte und deren Mitarbeiter sollen von dem Aus nicht betroffen sein, dem widersprechen aber Handelsexperten.

"Bei uns ist ein unterzeichnetes Fax eingegangen, im Laufe des Vormittags wird der Antrag im Original eingehen", sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Ulm. Bereits das Fax gelte aber als "vollwirksamer Antrag".

Jobs in Österreich gesichert?

Schlecker hatte am und sich selbst sanieren zu wollen. Europaweit bangen rund 47.000 Beschäftigte um ihre Jobs.

Österreichische Standorte und Mitarbeiter sollen erhalten bleiben, hieß es. Hierzulande beschäftigt Schlecker rund 3.000 Mitarbeiter in 970 Filialen. Damit bestätigte der Drogerieriese eine , die zuvor abgegegeben worden war.

Handelsexperte: Aus für jede zehnte Österreich-Filiale

Gelingt die Sanierung in Deutschland nicht, droht Schlecker eine Zerschlagung. Das hat die Pleite des Versandhauses Quelle gezeigt - die profitable Österreich-Tochter wurde mit in den Abgrund gerissen. Handelsexperte Peter Schnedlitz von der Wirtschaftsuni Wien rechnet auch beim Drogerieriesen mit einem "Gesundschrumpfungsprozess", wie er im Ö1-Mittagsjournal sagte.

Zehn Prozent der rund 970 Filialen dürften geschlossen werden, so der Experte. Mit einer Kündigungswelle rechnet Schnedlitz nicht. Der Drogeriekonzern beschäftigt in Österreich rund 3.000 Mitarbeiter. Die Gewerkschaft sieht derzeit keinen Handlungsbedarf und will abwarten, ob die Beschäftigten am Ende des Monats ihr Geld bekommen.

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