Hofer schließt sein Großlager in Loosdorf

Bild: picturedesk.com
240 Mitarbeiter bangen in Loosdorf (Melk) um ihren Job: Der Diskonter Hofer schließt bis Ende März 2020 seine Niederlassung.

Hiobsbotschaft für 240 Mitarbeiter – vorwiegend Frauen, viele sind Teilzeit angestellt – des beliebten Diskonters Hofer: Die Zweigniederlassung in Loosdorf (Bezirk Melk), von der aus rund 70 Filialen mit Waren beliefert werden, soll bis Ende 2020 geschlossen werden. Das berichten die "Niederösterreichischen Nachrichten".

Die Pressesprecherin des Unternehmens bestätigte am Freitag die Schließung, begründet wird sie mit der Notwendigkeit schlanker Strukturen und effizienter Abläufe, wenn man Preise niedrig halten will.

SPÖ-Bürgermeister von Loosdorf, Thomas Vasku, und SPNÖ-Parteichef Franz Schnabl sprechen von einer "Katastrophe für die Beschäftigten".

"An der Nase herumführen"

"Einen Standort, der erst kürzlich ausgebaut wurde und immer volle Unterstützung der Gemeinde erfahren hat, in dieser Art und Weise einfach handstreichartig zu schließen, ist für uns unverständlich und ein ‚An der Nase herumführen' von Gemeinde und MitarbeiterInnen", heißt es seitens der SPÖ in einer Aussendung.

Laut der Partei soll es noch letzte Woche Vorstellungsgespräche zur Aufnahme neuer Mitarbeiter gegeben haben, erst kürzlich wurden zudem Gründe dazugekauft, um die Niederlassung zu vergrößern.

Laut Hofer sei der Betriebsrat bereits informiert worden, Mitarbeitern wird eine alternative Stelle an den weiteren Zweigniederlassungen im Unternehmen angeboten. Ob diese angenommen werde oder nicht, steht den Beschäftigten frei.

Politik sagt Unterstützung zu

Das Land NÖ steht jedenfalls bereit. "Wir werden die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestmöglich unterstützen. Die Meldung kam unerwartet, aber jetzt gilt es Wege und Möglichkeiten zu finden, um die Folgen der Entscheidung gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice abzufedern", so VP-Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger und VP-Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav in einer ersten Stellungnahme.

EU-Parlamentarier Günter Sidl (SPÖ) aus dem Mostviertel sagte ebenfalls Unterstützung zu: "Wenn ein Arbeitgeber mit dieser Größe geht, ist das ein echter Rückschlag für die Beschäftigungssituation im Bezirk Melk. Ich habe bereits die Hofer-Geschäftsführung um einen Gesprächstermin gebeten und stehe auch mit dem Leiter des Arbeitsmarktservice Niederösterreich in Kontakt, um schnelle Hilfe für alle Betroffenen sicherzustellen."

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