Österreich

Schließungsprämie: 30 Trafiken sperren zu

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:39

Die Anzahl der Trafiken in Wien sinkt weiter: Rund 30 werden bis Ende Juni schließen. Hintergrund ist, dass der Markt bereinigt werden soll: Trafikanten mit wenig Umsatz bekommen eine Prämie fürs Zusperren. Schließen werden in Wien vor allem Trafiken in Wohngegenden, denn dort geht das Geschäft schlecht.

Die Anzahl der Trafiken in Wien sinkt weiter: Rund 30 werden bis Ende Juni schließen. Hintergrund ist, dass der Markt bereinigt werden soll: Trafikanten mit wenig Umsatz bekommen eine Prämie fürs Zusperren. Schließen werden in Wien vor allem Trafiken in Wohngegenden, denn dort geht das Geschäft schlecht.

Von den rund 30 in Wien derzeit geplanten Schließungen bis Sommer sind zehn bereits komplett fixiert - weitere rund 20 werden im Mai noch vom Beirat des Solidaritätsfonds der Tabakindustrie, der die Prämien finanziert, abgesegnet. Insgesamt soll bis Ende 2014 jeder achte Standort aufgelassen werden, das heißt, 100 Trafiken sollen geschlossen werden - ursprünglich war von 80 die Rede gewesen.

Die Leute würden nicht mehr dort einkaufen, wo sie wohnen, sondern wo sie arbeiten, heißt es bei der Monopolverwaltung. Auch der Wegfall von Tageszeitungen und Stempelmarken oder Billets vermindern das Geschäft.

Vielen Trafikanten blieben weniger als 1.000 Euro im Monat. Die Monopolverwaltung arbeite deswegen derzeit daran, die Zahl der Trafiken in ganz Österreich zu reduzieren, damit die übrig bleibenden Geschäfte wirtschaftlich überlebensfähig seien.

„Stilllegungsprämie“

Weil ein schlechtgehender Standort aber in der Regel erst aufgelassen werden kann, wenn der Trafikant in Pension geht, gibt es seit 2013 eine „Stilllegungsprämie“ als Anreiz. Diese Prämie ist vom Tabakumsatz abgängig und beträgt in den meisten Fällen derzeit zwischen 20.000 und 40.000 Euro. Bis Mitte März erhielten in Wien bereits 42 Wiener Trafikanten eine solche Prämie und schlossen ihre Geschäfte für immer.

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