Der polnische Stürmerstar spricht erstmals über einen Schicksalsschlag aus dem Jahr 2016. Lewandowski und seine Frau Anna haben im Jahr 2016 eine Fehlgeburt erlitten. 2017 und 2020 kamen dann die Töchter Klara und Laura auf die Welt.
"Das war eine schlimme Situation für uns als Familie. Wir spielten direkt danach die EM in Frankreich, kamen mit Polen ins Viertelfinale. Die Zeit kurz davor war sehr schwer: Ich musste mich irgendwie auf Fußball fokussieren, hatte aber immer ein viel wichtigeres Thema im Kopf", sagt der Barcelona-Star bei der Sport-Bild.
"Die Zuschauer hatten keine Ahnung, sie haben nur erwartet, dass ich treffe und einfach Robert bin", so Lewandowski.
"Ich konnte natürlich nicht vergessen, was uns als Familie passiert ist. Für mich war das eine große Herausforderung: Wie lerne ich, mit schlimmen privaten Situationen umzugehen und auf dem Platz dennoch den Schalter zu finden, um dann als Spieler voll da zu sein", erklärt der Stürmerstar.
In einer Amazon-Doku spricht der Knipser über einen weiteren Schicksalsschlag. 2004 verlor er seinen Vater Krzysztof, er verstarb an Krebs: "Ich war 16 Jahre alt und noch ein Junge, als ich meinen Vater verloren habe. Ich musste den ganzen Weg ohne ihn gehen – als Fußballer und als Mensch. Diese Gespräche, die es nur zwischen Vater und Sohn gibt – das hat mir gefehlt, das habe ich vermisst. Jeder Junge braucht einen älteren Mann neben sich im Leben, es gibt Themen, die man nicht mit der Mutter bespricht."
"Ich denke oft an meinen Vater und stelle mir vor den Spielen immer vor, dass er den besten Sitzplatz im Stadion hat und mir zusieht", sagt Lewandowski.