Frankfurt spielt mit seinem österreichischen Trainer Oliver Glasner gegen Greuther Fürth nur 0:0. Das Sportliche gerät am Samstag aber in den Hintergrund.
Denn: In der Schlussphase kommt es zu einer hässlichen und folgenschweren Szene. Fürths Marco Meyerhöfer wird von Gegenspieler Jens Petter Hauge gefoult.
Dabei verletzt sich der 26-Jährige so schwer, dass es für alle Personen und die TV-Zuseher auf Anhieb zu erkennen ist. Sein rechtes Bein verdreht sich, steht in einem unnatürlichen Winkel ab. Gellende Schmerzensschreie sind zu hören. Die Reaktionen sprechen Bände.
Mitspieler und Gegner wenden sich schockiert ab. Hauge vergräbt sein Gesicht in den Händen, reibt sich die Augen. Er weint, als ihm klar wird, was sein Foul nun für Meyerhöfer bedeutet.
Unter den 50.500 Zusehern sind auch Meyerhöfers Eltern und Ehefrau Katharina. Sie müssen live miterleben, wie der Kicker auf der Trage aus dem Stadion gebracht wird. Erster Verdacht: Schien- und Wadenbeinbruch. Die genaue Diagnose steht noch aus.
Frankfurts Kapitän Sebastian Rode sagt über seinen Mitspieler Hauge: "Jens Petter ist untröstlich. Unglücklich, wie er da reingefallen ist. Ich habe den Fuß in einer nicht so schönen Position gesehen. Heute gibt es keine Gewinner."